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Flüchtlinge: Sprachproblem ist noch ungelöst

Ingeln-Oesselse Flüchtlinge: Sprachproblem ist noch ungelöst

Parallel zum Flüchtlingsnetzwerk Laatzen gibt es ab sofort auch einen eigenständigen Ableger in Ingeln-Oesselse. Gerade erst sind zwei Familien in die dortige Sammelunterkunft eingezogen. Nächste Woche werden fünf Irakis erwartet. Aus Sicht der engagierten Bürger gibt es nun viel zu tun – allen voran gilt es, das Sprachproblem zu lösen.

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Immer mehr Flüchtlinge kommen auch nach Laatzen. Sie sollen mehr Hilfe beim Spracherwerb erhalten.

Quelle: dpa/Symbolbild

Laatzen. „Wir haben genauso wie auf Stadtebene vier Gruppen gebildet“, sagt SPD-Ortsfraktionschef Michael Riedel nach dem Gründungstreffen mit 31 Bürgern am Mittwoch. So wurden Menschen gefunden, die Spenden sammeln, sich um Freizeitangebote für Flüchtlinge kümmern oder Sprachunterricht geben wollen. Unabhängig von den begehrten Leine-VHS-Sprachkursen für Flüchtlinge habe sich eine Gruppe gefunden, die mit Kinderbüchern und einfachen Mitteln („Das ist eine Hose, das ist ein Apfel“) Deutsch vermitteln wolle, erklärte Ortsbürgermeister Heinrich Hennies.

Wie groß das Sprachproblem ist, hat er selbst erfahren, als er dieser Tage der ersten im Flüchtlingsheim eingezogenen Familie aus Montenegro einen Besuch abstattete. „Ich habe versucht, mit ihr zu sprechen. Sie sagten ,Serbisch?‘, ich sagte ,Deutsch?‘. Und dann standen wir da“, erzählt Hennies. „Es ist gut, dass wir jetzt ein Netzwerk haben. Aber was nützt es, wenn wir keine Leute haben, die übersetzen?“ Er wünsche sich mehr Unterstützung und Anleitung von den Flüchtlingssozialarbeiterinnen.

Immerhin: Ab der nächsten Woche wollen diese an vier Wochentagen - montags bis donnerstags, von 9 bis 13 Uhr - im Heim präsent sein. Um den weiter wachsenden Anforderungen an die Flüchtlingssozialarbeit gerecht zu werden, hat die Stadt die Stellen der beiden Mitarbeiterinnern aufgestockt. Statt 24 Stunden arbeitet eine inzwischen Vollzeit, die andere 30 Stunden, sagte Sprecher Matthias Brinkmann. Außerdem prüfe die Stadt weitere Unterstützungsmöglichkeiten im administrativen Bereich, damit mehr Zeit für die eigentliche Flüchtlingssozialarbeit bleibt.

Das Sprachproblem ist damit aber noch nicht gelöst. Für Ingeln-Oesselse rufen Riedel und Hennies daher Freiwillige mit Serbischkenntnissen auf, sich zu melden.

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