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Flüchtlinge beziehen im Februar EKS-Sporthalle

Laatzen-Mitte Flüchtlinge beziehen im Februar EKS-Sporthalle

Die Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums (EKS) wird zur vorläufigen Flüchtlingsunterkunft. Die Stadt gab am Freitag bekannt, dass dort 150 bis 200 Menschen untergebracht werden sollen. Bürgermeister Jürgen Köhne hofft, dass die Halle im Sommer wieder frei wird.

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Schüler und Sportvereine müssen enger zusammenrücken: Eine der Sporthallen am Erich-Kästner-Schulzentrum soll für Flüchtlinge reserviert werden.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. "Mir fällt dies unglaublich schwer, aber die Maßnahme ist unausweichlich", sagte Bürgermeister Köhne am Vormittag. Ende Dezember habe die Region eine neue Quote für Laatzen bekannt gegeben - 396 Menschen im ersten Quartal. Die Verwaltung habe daraufhin "alle Möglichkeiten abgeklopft", für andere Lösungen fehle jedoch der nötige Vorlauf. Für das Gesamtjahr gehe man von 800 Menschen aus.

Laut Köhne werde die hintere der beiden EKS-Sporthallen ab 1. Februar für die Unterbringung vorbereitet, die ersten 50 Flüchtlinge würden für 15. Februar erwartet. In der Halle sollen zunächst 150 Plätze eingerichtet werden, maximal könnten es 200 werden. Dort würden voraussichtlich Männer untergebracht, sie machen den Großteil der Hilfesuchenden aus. Bei Familien und Frauen setze die Stadt weiter auf eine dezentrale Unterbringung.

Den Schulbetrieb will die Stadt komplett abtrennen. Der Zugang zur Unterkunft erfolgt von der Pestalozzistraße aus. Innen werden Trennwände eingezogen, zum Schulgelände hin ein Zaun errichtet. Die Betreuung der Flüchtlinge will die Stadt an einen privaten Betreiber vergeben. Ein Sicherheitsdienst werde 24 Stunden am Tag vor Ort sein.

"Ziel ist es, die Belegung auf diese Halle zu beschränken und so schnell wie möglich wieder leer zu ziehen", ergänzte Köhne. Er hoffe, dass die Halle nach den Sommerferien wieder für den Schulbetrieb geöffnet wird. Bei der Standortwahl habe die Stadt andere Hallen Betracht gezogen - dagegen spärchen jedoch mangelnde technische Voraussetzungen, zu geringe Größe und mangelnde Ausweichmöglichkeiten in anderen Stadtteilen. Wegen des zurückliegenden Hallenbrand an der Albert-Einstein-Schule (AES) sei die Wahl auf das EKS gefallen.

Hella Kohl, Schulleiterin des Erich-Kästner-Gymnasiums, ist am Donnerstag über den Beschluss informiert worden. Sie habe noch am gleichen Tag die Lehrer in Kenntnis gesetzt, gestern folgten Gespräche mit Elternvertretern. "Ich habe die Schülerschaft darüber informiert, dass man sich für diese befristete Phase aufgrund der Not, für die die Betroffenen nichts können, mit den beengten Verhältnissen arrangieren muss. Da war volles Verständnis da", berichtet Kohl. Für den begrenzten Zeitraum sei die Situation handhabbar. Wichtig sei ihr, dass die Bereiche getrennt werden. "Schulgelände ist Schulgelände. Ich setze darauf, dass dies beachtet wird und die Sicherheitskräfte entsprechend auftreten", sagte Kohl.

Oberschulleiter Winfried Deister fürchtet, dass die Unterbringung für Unruhe sorgt. "Ich finde das nicht günstig in diese Nähe zur Schule." Irritiert hätten sich auch Eltern geäußert. Im Sportbereich wollen sich Gymnasium und Oberschule mit Hallentrennungen behelfen.

Die Sportvereine müssen den ohnehin schon wegen des AES-Sporthallenbrands eingeführten Notbetrieb erneut umstellen. Laut Köhne werde dies die ganze Stadt betreffen und nicht nur die Vereine, die am EKS trainieren.

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Bürgermeister Jürgen Köhne (von links) erläutert gemeinsam mit Stadtrat Stefan Zeilinger und Petra Herrmann vom Flüchtlingsnetzwerk die Pläne der Stadt.

Quelle: Dorndorf

Von Johannes Dorndorf

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