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Flüchtlinge stellen Malerei im Stadthaus aus

Laatzen-Mitte Flüchtlinge stellen Malerei im Stadthaus aus

Laatzen beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus. Als erste Aktion wurde am Mittwoch unter der Federführung des Stadtteilbüros eine Kunstausstellung von Flüchtlingen aus dem Wohnheim an der Gutenbergstraße unter der Leitung von Ali Macher im Stadthaus eröffnet.

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Mahmoud Helli (von links), Joan Mohamad, Ali Macher, Hassan Almaroof und Ahmad Bahawi stellen ihre Bilder seit Mittwoch im Stadthaus am Laatzener Marktplatz aus.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. Seit drei Monaten kommen an jedem Sonnabend fünf bis 15 Flüchtlinge in einem Gemeinschaftsraum im Wohnheim an der Gutenbergstraße zusammen, um unter der Leitung von Ali Macher zu malen. Der 37-Jährige ist selbst aus Syrien geflüchtet - er lebt seit fünf Jahren in Deutschland und seit einem Jahr in Laatzen. Als Künstler war er bereits in seinem Heimatland aktiv. Seit drei Monaten bringt er im Wohnheim an der Gutenbergstraße nun anderen Geflüchteten das Malen bei. "Wir treffen uns an jedem Mittwoch den ganzen Nachmittag lang. Es braucht ein bisschen Zeit, künstlerisch zu Arbeiten", sagt Macher.

Bis zu 15 Flüchtlinge seien in der Gruppe aktiv. Mitunter werde auch unter der Woche künstlerisch gearbeitet. "Manche besuchen einen Integrationskurs und müssen lernen, deshalb sind nicht immer alle dabei. Am Samstag haben aber viele von ihnen Zeit." Macher zeigt den Mitglieder der Gruppe bei den Treffen künstlerische Gestaltungstechniken. "Vor allem geht es aber darum, die Zeit sinnvoll zu nutzen", sagt Sebastian Schäfer, Sozialarbeiter des Wohnheimbetreibers DRK. "Das ist für alle viel Wert: Ali spricht die Sprache der anderen und ist jemand, der in Deutschland bereits gut angekommen ist. Das hat auch einen gewissen Vorbildcharakter." Einige Werke der Gruppe sind seit Mittwoch im Treppenhaus des Stadthauses am Marktplatz zu sehen.

Im unteren Bereich des Treppenhauses stellt Ali Macher eigene Werke aus, weiter oben sind Bilder der Gruppenmitglieder zu sehen. Viele von ihnen haben die Flucht in ihren Zeichnungen und Gemälden künstlerisch verarbeitet. In einer Bleistiftzeichnung ist zum Beispiel ein Mann mit einem Kopfverband zu sehen. Ali Macher selbst hat ein Bild gestaltet, bei dem ein junger Mann über seine Schulter hinweg in Richtung des Betrachters blickt. "Es ist ein Mann, der sein Land verlassen muss", beschreibt Macher sein Werk. "Er schaut auf das zurück, was er hinter sich lassen muss."

Die Ausstellung ist der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom Stadtteilbüro in Kooperation mit der AWO, dem Stadthaus, dem Laatzener Netzwerk für Flüchtlinge und der Leine-Jukus organisiert und im Rahmen des Programms "Demokratie leben" gefördert werden.

Bis zum 23. März gibt's weitere Aktionen

Am Sonnabend, 18. März, gibt es einen Aktionstag im interkulturellen Stadtteilgarten an der Würzburger Straße. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr können sich interessierte Besucher auf der Fläche umschauen, zudem erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die monatliche Gemeinschaftsarbeit. Neben alkoholfreiem Punsch gibt es selbst gebackenes Brot und eine gemeinsame Pflanzaktion mit den Besuchern.

Am Donnerstag, 23. März, wird bei einem Filmnachmittag in den Mehrzweckräumen des Stadthauses ab 15 Uhr ein ausgewählter Film zum Thema Rassismus gezeigt. Dazu gibt es Popcorn.

Mit einer Luftballonaktion enden die internationalen Wochen gegen Rassismus am selben Tag. Die Organisatoren laden alle Laatzener dazu ein, um 17 Uhr vor dem Stadthaus Luftballons in den Himmel aufsteigen zu lassen und damit ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

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Von Daniel Junker

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