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Flüchtlinge verabschieden sich mit vielen Tränen

Laatzen-Mitte Flüchtlinge verabschieden sich mit vielen Tränen

Es war ein sehr emotionaler Abschied: Am Montag und Dienstag haben die 133 syrischen Flüchtlinge, die zwei Wochen lang im Ramada-Hotel an der Karlsruher Straße untergebracht waren, Laatzen verlassen.

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Vor ihrer Abreise in verschiedene Bundesländer kommen einige der Flüchtlinge noch einmal zum Gruppenbild vor dem Eingang des Ramada-Hotels zusammen.

Quelle: Privat

Laatzen. Auch für die Mitarbeiter des Hotels war es eine sehr besondere Zeit - unter anderem wegen der großen Hilfsbereitschaft der Laatzener.

„Die Laatzener waren großartig“, sagt Unternehmenssprecherin Illiane Dingel-Padberg über die Hilfsbereitschaft. „Vom ersten Tag an haben wir Hilfsangebote aus der Nachbarschaft in einer Vielzahl erhalten, die uns sehr berührt hat.“ Es gab etliche Sachspenden wie Spielzeug und Kleidung, aber auch das Angebot direkter Hilfe. Ein Herr habe beispielsweise gefragt, ob die Kinder Süßigkeiten hätten. Kurz danach sei er mit zehn großen gefüllten Tüten zurückgekommen. Auch die Familien der Hotelangestellten hätten vor Ort „ganz viel gemacht“. All dies habe den einzigen negativen Vorfall, bei dem drei Personen vor der Tür gepöbelt hätten, in den Schatten gestellt - das Hotel rief sofort die Polizei, die Platzverweise erteilte.

Als die Familien, die aus Kriegsgebieten stammen, am Montag und Dienstag Laatzen verließen, um in verschiedene Bundesländer aufgeteilt zu werden, flossen dann Tränen. „Sie hatten zuvor schon in Kairo einige Zeit zusammen verbracht“, sagt Dingel-Padberg - klar, dass da Bindungen entstanden sind, die nun durch die Verteilung getrennt werden.

Die Ramada-Hotelkette, die zur H-Hotels AG gehört, hat übrigens auch in Frankfurt/Oder Flüchtlinge untergebracht, dort sogar im laufenden Betrieb. Bezeichnend sie die Reaktion eines Kunden, der bei seiner Buchung für mehrere Zimmer zunächst skeptisch nachgefragt habe - und später sogar anbot, sich persönlich zu engagieren.

Im Laatzener Ramada kehrt unterdessen wieder Normalität ein. Das Hotel ist eigentlich wegen der anstehenden Sanierung geschlossen und nur während der großen Messen für Gäste geöffnet.

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