Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlinge überraschen ihre Unterstützer

Laatzen Flüchtlinge überraschen ihre Unterstützer

Eigentlich wollten sich in erster Linie das Netzwerk für Flüchtlinge und die Stadt bei den ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingsarbeit erkenntlich zeigen. Doch bei dem Dankesfest am Samstag im Stadthaus ließen es sich sieben Feflüchtete nicht nehmen, ihren Unterstützern persönlich zu danken.

Voriger Artikel
Musikschüler überzeugen bei Jugend musiziert
Nächster Artikel
Katze "Charly" kommt nur mit Drehleiter vom Baum

Die ehrenamtlichen Helfer und Gäste tauschen sich beim Dankesfest aus - und finden Zeit zum Durchatmen.

Quelle: privat

Laatzen. Die Flüchtlinge umsorgten die Gäste aus eigener Initiative mit einem exzellenten Service. „Sie haben abgewaschen, Teller getragen und frischen Tschai-Tee gebracht", berichtet Koordinatorin Mareike Fruth vom Netzwerk für Flüchtlinge. Es sei sogar Geld gesammelt worden, mit dem die Geflüchteten Geschenke für ihre Sprachlehrer besorgt hätten, so Furth: „Das war echt schön.“

Etwa 130 Einladungen zum Dankesfest seien versendet worden, so Furth. Zeit hatten letzlich 45 Helfer. Vor dem Stadthaus wurden sie vom Saxofonisten Hartmut Brandt empfangen, der für die musikalische Begleitung sorgte. Drinnen begrüßte dann Fruth die Gäste mit dem Motto des Abends: „Dass aus Fremden Nachbarn werden, das geschieht nicht von allein. Dass aus Nachbarn Freunde werden, dafür setzen wir uns ein."

Fruth erinnerte daran, was die Ehrenamtlichen alles geleistet hätten: Von Sprachunterricht, Fragen zur hiesigen Kultur und Behördengängen sei alles dabei gewesen. Lange Wartezeiten, traumatische Geschichten und sonstige Widerstände hätten es auch den Helfern nicht leicht gemacht. „Und trotzdem geben Sie nicht auf“, so die Koordinatorin des Flüchtlingsneztwerks. Weitere Unterstützer seien willkommen – besonders bei der Betreuung im Einzelfall.

Auch Bürgermeister Jürgen Köhne dankte allen Helfern für ihr Engagement bei der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge. Dann ging es direkt über zu lockeren Gesprächen.Dabei hätten sich die Ehrenamtlichen austauschen und auch einmal durchatmen können, sagte Fruth.

Von Nils Oehlschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x63eoi4dmfafcrql1l
Gewinnerbilder zeigen Fische und den Krieg

Fotostrecke Laatzen: Gewinnerbilder zeigen Fische und den Krieg