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Die Tage der Förderschule sind gezählt

Laatzen-Mitte Die Tage der Förderschule sind gezählt

Die Förderschule am Kiefernweg in Laatzen-Mitte ist ein Auslaufmodell: Spätestens 2020 wird dort der letzte Jahrgang beschult. Die Schule selbst sucht mit ihren verbleibenden Klassen schon ab 2017 eine Nähe zu den Regelschulen. Noch unklar ist die Nachnutzung des bisherigen Gebäudes.

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2020 ist Schluss - spätestens dann wird der letzte Jahrgang in der Förderschule am Kiefernweg beschult.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Es ist ein Schrumpfen per Verordnung: Seit Mitte 2013 dürfen Niedersachsens Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen keine neuen Schüler mehr aufnehmen. Am Laatzener Kiefernweg sind schon jetzt nur noch vier Klassen untergebracht - hinzu kommt eine Kooperationsklasse an der Erich-Kästner-Oberschule. Im nächsten Schuljahr werden es nach Auskunft von Schulleiter Heinz Stock nur noch drei Klassen sein, ab Sommer 2017 zwei - und spätestens 2020 wäre dann endgültig Schluss. Dann würden die Förderschullehrer ausschließlich Kinder an den Grund- und weiterführenden Schulen betreuen.

Aber reichen zwei Klassen für ein eigenes Schulleben? "Wir könnten ab Sommer 2017 mit zwei Klassen in eine andere Schule gehen, wo wir zwei bis drei Räume bräuchten", sagt Stock. Wo das sein könnte, liegt im wörtlichen Sinn nahe: die benachbarte Albert-Einstein-Schule (AES).

Schon jetzt kooperieren beide Schulen eng. Einige Förderschullehrer betreuen bereits Inklusionsschüler an der AES. Künftig könnten aber auch die Förderschüler in ausgewählten Fächern mit den AES-Schülern unterrichtet werden, wünscht sich Stock - beispielsweise Sport, Religion und Kunst. Ein Vorteil: Lehrer beider Schulen könnten in diesen Lerngruppen als sogenannte Doppelsteckung gemeinsam unterrichten.

AES-Leiter Christian Augustin steht solchen Kooperationsplänen grundsätzlich offen gegenüber. Zumal die AES schon jetzt einen Teil ihres Unterrichts - nämlich die sogenannte Eingangsstufe des Jahrgangs 10 - in das Gebäude am Kiefernweg ausgelagert hat und dort acht Räume belegt.

Wird die AES also künftig das Förderschulgebäude übernehmen? Die Verwaltung sei mit den Schulen in Gesprächen über das künftige Raumprogramm, sagt Stadtsprecherin Eleni Mourmouri, äußert sich aber nicht zu den weiteren Plänen der Stadt. Angesichts steigender Schülerzahlen in Laatzen wird der Raumbedarf der AES aber wohl weiter wachsen. Die vor kurzem präsentierte Schulentwicklungsplanung prognostiziert einen Anstieg von aktuell rund 1550 auf 1680 Schüler im Jahr 2020. Im Spitzenjahr 2024 könnten es sogar 1740 werden. Nicht eingerechnet ist dabei die Entwicklung der Flüchtlingskrise.

Räume gebraucht werden auch wegen der Inklusion: Ab 2018, sagt Augustin, müssen die Regelschulen auf Elternwunsch Schüler aller Förderschwerpunkte aufnehmen - also auch beispielsweise Sprache und geistige Entwicklung. "Um die Inklusion optimal umzusetzen, braucht man Förderräume", sagt der AES-Leiter. "Das ist ein Problem, mit dem jede Schule zu kämpfen hat."

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