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Frauen basteln für Kinder in Peru

Alt-Laatzen Frauen basteln für Kinder in Peru

Seit mehr als 50 Jahren treffen sich rund zehn Frauen einmal in der Woche im Gemeindehaus an der Immanuelkirche. Dort basteln sie für hilfsbedürftige Kinder in Peru. Am ersten Advent am 27. November verkaufen sie weihnachtliche Handarbeiten beim Basar in der Kirche.

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Die Damen der Hobbywerkstat basteln Sterne, Engel und Weihnachtswichtel für Kinder in Peru.

Quelle: Stephanie Zerm

Alt-Laatzen. An den Beginn ihrer Hilfsaktion kann sich Inge Heyn noch gut erinnern. Die 79-Jährige hat die Hobbywerkstatt der Immanuelgemeinde vor mehr als 50 Jahren gegründet. "Der damalige Pastor Adolf Ramhorst hat uns gefragt, ob wir den Erlös aus unseren Arbeiten der Casa Belén spenden können", erinnert sie sich.

Im Stadtteil Breña in Lima, Peru, hat die deutschsprachige evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde 1965 eine Kindertagesstätte eröffnet. Die Ganztagsbetreuung schützt die Kinder vor einem Leben auf der Straße, wo Gewalt und Kriminalität allgegenwärtig sind. Gleichzeitig ermöglicht sie es den Eltern, den notwendigen Lebensunterhalt verdienen zu können.

Pastor Ramhorst war von 1963 bis 1967 an der Immanuelkirche. Danach ging er selber nach Peru. Der persönliche Kontakt ist zwar schon lange abgerissen. Dennoch spendet der Handarbeitskreis jedes Jahr immer noch alle Erlöse an die Casa Belén. 2015 sind so rund 750 Euro zusammen gekommen. Heyn hofft, dass es dieses Jahr mindestens ebenso viel wird. "Wir basteln seit Wochen Weihnachtswichtel, Christbaumschmuck, Adventsgestecke und Sterne aus Papiertüten", sagt die 79-Jährige, die bereits 1998 aus Alt-Laatzen weggezogen ist. Trotzdem kommt sie einmal die Woche zur Hobbywerkstatt aus Celle angereist.

"Als ich den Handarbeitskreis gegründet habe, waren wir alle junge Mütter, die etwas Gutes tun wollten", erinnert sich Heyn. Mittlerweile sind die Teilnehmerinnen fast alle mehrfache Großmütter. Ihre Handarbeiten verkaufen sie auf Basaren und Kunsthandwerkausstellungen.

Der Erlös wird in Casa Belén dringend benötigt. Derzeit betreut die Kindertagesstätte 90 Kinder, die dort zwei bis drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag bekommen und ärztlich versorgt werden. Viele der Jungen und Mädchen leben in ärmlichen Verhältnissen auf engstem Raum mit ihren Familien zusammen. Oft müssten sich mehrere Familienmitglieder ein Bett beziehungsweise eine Matratze teilen, heißt es auf der Internetseite der Einrichtung. Eine Sozialarbeiterin halte unter anderem durch Hausbesuche Kontakt zu den Eltern und gibt Hilfestellung bei täglichen Problemen. Außerdem bietet die Casa Belén Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für die Eltern an.

Die Einrichtung finanziert sich ausschließlich aus Spenden aus Deutschland sowie durch Kollekten und Beiträge aus der Gemeinde in Lima. Um die jetzige Anzahl der Kinder zu betreuen benötigt die Casa Belén rund 140.000 Euro im Jahr. Etwa 53.000 Euro werden durch Beiträge der Eltern gedeckt, der Rest muss aus Spenden finanziert werden.

Der Basar beginnt nach dem Familiengottesdienst gegen 12 Uhr in der Immanuelkirche. Es gibt Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie einen Losverkauf. Um 15.30 Uhr fängt ein Adventssingen im Café Exposé an.

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Von Stephanie Zerm

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