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Im Paradies wird bayrisch gesprochen

Laatzen-Mitte Im Paradies wird bayrisch gesprochen

Der Kampf um das Paradies wird in einem donauschwäbischen Dialekt geführt. Das ist zumindest die Sprache, in der sich Gott und Teufel wie auch Adam und Eva im Paradeisspiel unterhalten. Die Kumpanei der Freien Martinsschule hat die mittelalterliche Überlieferung vor rund 80 Besuchern aufgeführt.

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Eva und Adam sehen gebannt zu, wie Gott den Teufel in seine Schranken weist.

Quelle: Tobias Lehmann

Laatzen-Mitte. Das Paradeisspiel basiert auf einer Überlieferung aus dem Mittelalter. Es bildet gemeinsam mit dem Christgeburt-Spiel und dem Dreikönig-Spiel einen Zyklus, mit dem biblische Inhalte im Mittelalter dem Volk vermittelt wurden. Das Paradeisspiel wird traditionell in einer Mundart aufgeführt, die sich aus bayrischen, schwäbischen und österreichischen Dialekten zusammen setzt. Für niedersächsische Ohren wirkt das zuweilen amüsant. Wenn Gott und Teufel sich im Kampf um das Paradies in einer Mischung verschiedener Dialekt anbrüllen, führt das durchaus zu dem ein oder anderen Lächeln im Publikum.

Immer wieder gehen die Schauspieler aber auch durch das vor ihnen sitzende Publikum und singen gemeinsam. Dabei entsteht dann wieder eine ernste, fast sakrale Atmosphäre. Aus heutiger Sicht wirkt die Geschichte um Adam und Eva besonders in Bezug auf die Rolle der Frau zwar etwas aus der Zeit gefallen. Doch den Schauspielern gelang es, das weihnachtliche Schauspiel mit Witz und Ernsthaftigkeit zugleich auf die Bühne zu bringen und die mehr als 80 Besucher damit auf den vierten Advent einzustimmen.

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