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Feuerwehr übt Rettung nach Bahnunfall

Alt-Laatzen Feuerwehr übt Rettung nach Bahnunfall

Zum Glück war's nur eine Übung, denn das Szenario für die Laatzener Feuerwehr am Mittwoch im Messebahnhof klang schrecklich: Ein voll besetzter Nahverkehrszug sollte einen Prellbock gerammt haben, Menschen waren vermeintlich eingeklemmt und schwer verletzt. Schreie und Schminke taten ihr Übriges.

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Die Freiwillige Feuerwehr Laatzen übt Rettung nach einem Zugunglück im Messebahnhof Laatzen.

Quelle: Senft (Feuerwehr)

Alt-Laatzen. Los ging es um 19.06 Uhr, als ein angeblicher Reisender die Notrufsäule am Messebahnhof bediente und so die Rettungskette in Gang setzt. Über die Sicherheitszentrale der Deutschen Bahn ging die Meldung weiter an die Feuerwehr, die mit rund 35 Helfern ausrückte.

Dem von Übungsleiter Karl-Heinz Ganteföhr gemeinsam mit Frederik Mohr und Frank Wöbbecke ausgearbeiteten Szenario nach sollten 37 teilweise schwer verletzte Menschen in dem Zug sitzen. Ihre Schreie waren vereinzelt bis zum Einkaufsmarkt zu hören. Als die Helfer eintrafen, konnten sie die Zugtüren nicht öffnen. Das schwere Rettungsgerät mussten sie zu Fuß über die Treppen zum Gleis 10 schleppen.

Zunächst kam die Feuerwehr nur durch ein Fenster in den Zug. Kinder wurden so auch schon herausgeholt. Erst als die Bestätigung vorlag, wonach der Strom im Bahnhof abgeschaltet und die Oberleitung vor und hinter dem havarierte Zug geerdet war, konnten die Feuerwehrleute auch gefahrlos an den Wagen arbeiten.

Große Verdienste erwarben sich neben den Feuerwehrleuten die Helfer der realistischen Unfalldarstellung. Sie hatten mehrere Statisten in den Wagen mit Schminke sowohl leichte Blessuren als auch schwere Kopfwunden zugefügt. "Der Anblick war verblüffend echt", sagte Feuerwehrsprecher Gerald Senft. "Teils ruhig unter Schock, teilweise aber auch stark stöhnend unter Schmerzen saßen und lagen etliche der ,Opfer' dicht nebeneinander."

Für die Helfer ging es darum, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, wem, wie als erstes geholfen werden musste. Bei ihrem Rettungseinsatz fanden sie fünf vermeintlich Schwerverletzten im Zug, und damit diese angemessen versorgt werden konnten, mussten andere, leichter Verletzte warten – auch wenn sie noch so laut brüllten. Außerdem mussten die Helfer auf den Gleisen herumirrende Fahrgast-Statisten zurückhalten.

Kaum 45 Minuten nach der Alarmierung hatten die Helfer alle Menschen gerettet. Um 20.15 Uhr war die Übung beendet. Außer der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen waren noch das DRK und die Deutsche Bahn beteiligt – insgesamt rund 50 Helfer. Übungsleiter Ganteföhr dankte abschließend allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

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