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Fremde sollten Pferde nicht füttern

Grasdorf Fremde sollten Pferde nicht füttern

Unbekannte haben am Montagnachmittag Rasenschnitt auf eine Pferdeweide in Grasdorf geworfen. Wahrscheinlich wollten sie den Tieren damit etwas Gutes tun, vermutet die Besitzerin Eva Ostmeyer. Für die Vierbeiner könnten solche Extraportionen aber durchaus gefährlich sein..

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Unbekannte haben am Montagnachmittag ihren Rasenschnitt auf der Pferdeweide von Eva Ostmeyer abgelegt. Passiert ist zwar nichts, die Tiere könnten aber Koliken davontragen, wenn sie nicht richtig gefüttert werden, sagt die Besitzerin.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf. "Was glauben sie, was los wäre, wenn ich an einem Spielplatz einfach Kekse an die Kinder verteilen würde. Dann würden sich die Eltern auch aufregen." Ihr Beispiel sei zwar vielleicht auch etwas übertrieben, sagt Eva Ostmeyer. Dennoch sei es damit zu vergleichen, wenn jemand fremde Tiere füttert. "Die Leute wissen ja nicht, ob die Pferde gesund sind und was sie sonst fressen." Rasenschnitt aus dem Garten sei für Pferde zum Beispiel gar nicht gut verträglich, sagt die 38-Jährige - auch wenn die Leute glaubten, den Tieren mit dem kurzgeschnittenen Gras aus dem heimischen Garten eine leckere Zwischenmahlzeit zu verabreichen.

Genau das hat die Pferdebesitzerin am Montagnachmittag entdeckt: Jemand hatte gemähtes Gras unter dem Zaun der Pferdeweide am Deichweg hindurch geschoben. "Ich vermute ja nichts Böses, aber das kann durchaus nach hinten losgehen." Das Problem: Pferde zermahlen das kurzgeschnittene Gras nicht mit den Zähnen und vermischen es nicht mit Speichel. Statt dessen schlucken sie es einfach herunter. "Das Gras wird dann nicht richtig verdaut, es kann im Magen oder Darm anfangen zu gären." So entstünden Koliken, die mit starken Bauchschmerzen verbunden sind. "Der Magen bläht auf, die Tiere können auch Verstopfungen bekommen."

Eines der Pferde auf der Wiese sei erst Anfang des Jahres wegen einer Kolik operiert worden. "Solche Tiere sind vorbelastet und deshalb besonders gefährdet", sagt Ostmeyer, die um das Wohl ihrer Vierbeiner besorgt ist. "Auch wenn es gut gemeint ist: Man sollte fremde Tiere nicht ohne Erlaubnis füttern, das gilt auch für Hunde oder Katzen." Die Tiere könnten krank sein oder bestimmte Nahrung nicht vertragen. Brötchen enthielten zum Beispiel viel Stärke, Karotten wirkten in größeren Mengen abführend. Auch Obst könne im Magen der Tiere gären. "Die Leute haben sogar schon Kartoffelschalen oder Kohl über den Zaun geworfen. Das sollten Pferde aber gar nicht fressen."

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Eva Ostmeyer zeigt die Stelle, an der die Unbekannten den Rasenschnitt abgelegt haben.

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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