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Für Tunnel fühlt sich niemand zuständig

Rethen Für Tunnel fühlt sich niemand zuständig

Die beiden Rampen zum Tunnel am Rethener Bahnhof sind nicht nur für Behinderte ein Ärgernis. Dass die steilen Wege jedoch wie mehrfach gefordert bald oder gar mit den Umbauarbeiten für den Hochbahnsteig und das Marktzentrum abgeflacht werden, ist nicht zu erwarten.

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Für viele Bahnkunden ein Ärgernis: Die Rampe zur Unterführung am Bahnhof Rethen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Noch ist nicht einmal geklärt, wer überhaupt zuständig ist. Während die Stadt auf die Bahn als Grundstückseigentümerin verweist, sieht diese die Stadt in der Pflicht. Denn ihr ist das Bauwerk vor 30 Jahren übertragen worden.

Mit der Neubaustrecke Hannover-Würzburg sei der vorhandene Bahnübergang der B 443 beseitigt und als Ersatz ein Fußgängertunnel errichtet worden, teilte die Bahn auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth mit. 1985/86 hatten die Bundesbahn, die Stadt Laatzen und die Straßenbauverwaltung des Landes eine Kreuzungsvereinbarung unterzeichnet, die eine maximale Neigung der Rampen von 8,5 Prozent festschrieb - „ein Maß, das nach heutigen Erkenntnissen nicht als behindertengerecht zu bezeichnen ist“, wie es in dem Bahnschreiben heißt. Und weiter: „Die Vereinbarung regelt im Weiteren, dass die Rampenanlagen in Erhalt und Eigentum der Stadt Laatzen übergehen.“

Als Rüdiger Janecke, beratendes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, aus dem Schreiben zitierte und dem Ersten Stadtrat Albrecht Dürr vorhielt, bisher fälschlicherweise die Bahn in der Verantwortung gesehen zu haben, wiegelte dieser ab: „Man muss differenzieren.“ Die Rampe als Bauwerk sei zwar der Stadt übergeben worden, Eigentümerin des Bodens sei aber die Bahn. „Es sind komplizierte Eigentumsverhältnisse und Verfahren.“

Die Stadt sei weder für den öffentlichen Nahverkehr noch für die Planung und den Bau der dazugehörigen Anlagen zuständig, sondern die Region Hannover. Mit ihr stimme sich die Stadt aber eng ab, um den Bereich Bahnhof Rethen samt Rampen zu optimieren, sagte Dürr gestern. Derzeit wird dort der Hochbahnsteig gebaut, 2016/17 folgt die Park-and-Ride-Anlage.

Von Astrid Köhler

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