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Für die Leineaue gibt's jetzt einen Wanderführer

Grasdorf Für die Leineaue gibt's jetzt einen Wanderführer

Die Stiftung Grasdorf an der Leine hat einen Wanderführer für die Leinemasch herausgegeben. Die 80-seitige Broschüre umfasst neun Wandertouren verschiedener Länge, die allesamt im Bereich zwischen Wülfel und Ruthe, Grasdorf und Pattensen liegen. Startpunkt ist - mit einer Ausnahme - stets Grasdorf.

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Walter Battermann hat den neuen Wanderführer erarbeitet, der durch die südliche Leineaue führt.

Quelle: Dorndorf

Grasdorf. Die Idee für den einzigartigen Wanderführer ist vor einem Jahr entstanden: Die Stiftung hatte seinerzeit drei Etappen einer Pilgertour angeboten, die auf dem Jakobsweg von Hannover bis Hildesheim führt. "Unterwegs haben einige gesagt: Das ist so eine schöne Landschaft - da muss man unbedingt mehr von machen", sagt Walter Battermann vom Stiftungsvorstand. Battermann hatte seinerzeit bereits einen Führer für die Jakobs-Wanderung entworfen - und machte sich für das neue Projekt abermals an die Arbeit.

Herausgekommen ist das 80-seitige Heft "Wasser, Wiesen, Wälder und Weite", in dem der Grasdorfer neun Wanderungen durch die Leinemasch beschreibt. Alle neun Touren sind mit detaillierten Karten, Fotos und Wegbeschreibungen versehen. Die meisten sind als Rundkurs konzipiert, es gibt aber auch Strecken, die auf dem Rückweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können. Aufgenommen wurde auch der Jakobspilgerwegs im Abschnitt von Wülfel nach Ruthe. Mit Ausnahme des Pilgerwegs beginnen alle Touren am Naturschutzzentrum Alte Feuerwache in Grasdorf. "Grasdorf liegt optimal, es ist der beste Ausgangspunkt für die Wanderschließung der Leineaue", findet Battermann, der die Gegend in- und auswendig kennt.

Das Spektrum der Vorschläge ist breit. Die kürzeste Wanderung mit 2,5 Kilometern Länge führt von der Grasdorfer Ohestraße am Wehrkamp entlang bis zum Pfingstanger und über die Wasserwerk-Brücke zurück in den Ortskern. Andere Touren führen links und rechts der Leine entlang, die längeren reichen bis Reden, Koldingen, Pattensen und Ruthe und sind bis zu 18 Kilometer lang.

Für Battermann ist Wandern auch eine Art der Therapie. "Wandern in frischer Luft und in freier Natur ist gesund, macht den Kopf frei und bringt Körper und Seele in Einklang", findet der 83-Jährige. Bei seinen Streifzügen durch die Masch entdecke er immer etwas Neues - und lässt die Leser auch daran teilhaben.

So erzählt der Grasdorfer in dem von seiner Tochter Dorit Battermann gestalteten Heft auch von Details am Wegesrand und historische Anekdoten. Dazu zählt etwa die sogenannte Pfadfinderburg - eine ehemalige Pumpstation nahe Grasdorf, die nie in Betrieb ging. "Ende der vierziger und in den fünfziger Jahren gab es eine sehr aktive Christliche Pfadfindergruppe", erinnert sich Battermann. Die damals noch wenig begangene Masch sei ein ideales Terrain für Geländespiele, Tierbeobachtungen, Wetter- und Pflanzenkunde gewesen - und die burgähnlich gestaltete Pumpstation ein beliebtes Ziel. Erzählt wird auch von der im 14. Jahrhundert geschliffenen Retburg, von der früheren Bedeutung der in der Masch verbreiteten Weiden als Werkmaterial, von Details an Kirchen von den Spuren, die der Tonabbau in der Landschaft hinterlassen hat.

Ergänzt wird das Ganze durch Tipps für Ausflugslokale - etwas das Wiesendachhaus in Alt-Laatzen und das Teichhus in Wülfel. Kurze Abrisse beschreiben zudem die Geschichte der Ortschaften entlang der Strecken.

Der Führer könnte für Battermann und dem Grasdorfer Jürgen Boldt, der ebenfalls im Stiftungsvorstand aktiv ist, als Vorlage für geführte Wanderungen dienen - nach dem Vorbild des Pattenser Wegeteams, das ebenfalls Tourenvorschläge erarbeitet hat und Touren zudem leitet. "Ich bin mir sicher, dass Bürger solche Touren gerne anbieten würden", sagt Battermann. Noch offen sei die Frage, wer dies koordiniert.

"Wasser, Wiesen, Wälder und Weit - Wandern in der südlichen Leineaue" ist für 6,50 Euro bei der Buchhandlung Decius im Leine-Center sowie bei Walter Battermann auf Anfrage unter Telefon (0511) 822713 erhältlich. Ebenfalls noch zu haben ist die vor einem Jahr erschienene Broschüre "Auf dem Jakobus-Pilgerweg" für 3,95 Euro, die auch einen Pilgerausweis enthält. Der Erlös kommt nach Abzug der Materialkosten dem Stiftungszweck zugute.

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