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Fußgänger müssen wegen Grüner Welle warten

Rethen Fußgänger müssen wegen Grüner Welle warten

Seit dem Umbau der Stadtbahnhaltestelle Rethen müssen Fußgänger an der Hildesheimer Straße länger auf Grün warten. Im Ortsrat ist jetzt der Grund dafür bekannt geworden - und stieß prompt auf Kritik: die Grüne Welle. Damit Autofahrer schneller durch Rethen kommen, haben Fußgänger das nachsehen.

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Fußgänger müssen an der Haltestelle Rethen/Bahnhof neuerdings länger warten, bis die Ampeln für Autos auf Rot schalten.

Quelle: Johannes Dorndorf

Rethen. Bereits im Februar hatte der Ortsrat Rethen die Schaltzeiten an der Hildesheimer Straße sowie an der Haltestelle Rethen/Bahnhof thematisiert. "Die Wartezeit für Fußgänger, die zum Beispiel aus der Kita kommen, wird häufig als sehr lang empfunden", hieß es in einem interfraktionellen Antrag. Außerdem leuchte die Ampel immer Rot, wenn Stadtbahnen einfahren.

Warum dies so ist, hat Stadtsprecher Matthias Brinkmann am Dienstagabend bei der der Ortsratssitzung nachgetragen. Grund für die längeren Wartezeiten sei die Grüne Welle für Autofahrer. "Weil die neue Anlage in die vorhandene Koordinierung im Zuge der Hildesheimer Straße eingebunden ist, können die Wartezeiten tatsächlich etwas länger sein", zitierte Brinkmann aus einem Schreiben der Region. Es gebe zwei Möglichkeiten, dies zu ändern. Die Ampel könne entweder aus der Grünen Welle herausgenommen oder die Umlaufzeiten für Autos so verkürzt werden, dass die Ampeln häufiger schalten. Nachteil in beiden Fällen: Autos müssen dann häufiger stoppen.

Aus Sicht von CDU-Ortsratsmitglied Hannelore Flebbe wäre genau dies wünschenswert. "Wir haben immer versucht, die Querung der Hildesheimer Straße vorrangig zu regeln", sagte Flebbe. Schließlich gehe es auch darum, den Durchgangsverkehr, der auch die B6 nutzen kann, aus Rethen heraus zu halten. "Deshalb war es immer gewollt, dass die Ampeln in Rethen häufiger Rot zeigen."

Auf direkte Nachfrage ergänzte die Regionsversammlung am Mittwoch weitere Gründe für die längeren Wartezeiten. So hätten neuerdings sowohl Stadtbahnen als auch Busse bei der Ampelschaltung Priorität. Außerdem ist die Einmündung zur Straße "Am Bahnhof" jetzt komplett per Ampel gesteuert - früher gab es dort nur eine Fußgängerampel. Eine Rolle spielten auch die Verschiebung der Haltestelle sowie der Umstand, dass mit Rücksicht auf Behinderte sämtliche Gleisübergänge ampelgeregelt sind.

Stadtbahn löst Rot aus: Fußgänger sehen unterdessen aus noch einem weiteren Grund länger Rot. Wann immer die Stadtbahnen fahren, schaltet die Fußgängerampel neuerdings auf Rot, wie die Region bestätigt. Damit wolle man verhindern, dass Fußgänger den gesperrten Gleisbereich queren und vor die Stadtbahn laufen. Erst wenn die Stadtbahnen den Bereich verlassen haben, werde die Ampel wieder freigegeben. Im Ortsrat sieht man das kritisch: Wenn die Ampel schon beim Einfahren auf Rot schalte, "bestehe die Gefahr, dass das Schutzlicht missachtet wird", heißt es in einem interfraktionellen Antrag. Um das Thema näher zu erörtern, will die Stadt nun Experten von Üstra oder Region zu einer der nächsten Ortsratssitzungen einladen.

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