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Studenten entwickeln Ideen für "Masch der Sinne"

Landschaftsplanung in Laatzen Studenten entwickeln Ideen für "Masch der Sinne"

Laatzen hat sich im Jahr 2009 den Beinamen „Stadt der Sinne“ zugelegt. Masterstudenten der Leibniz-Universität Hannover haben das Motto jetzt mit der Natur der Leinemasch in Verbindung gebracht – und kreative Ideen entwickelt.

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Quelle: Johannes Dorndorf

Grasdorf. In den Niederungen der norddeutschen Tiefebene reichen schon kleine Erhebungen wie der Grasdorfer Rodelberg, um zumindest einen Ansatz von Fernblick (vor allem in laubfreien Jahreszeiten) zu ermöglichen. Das könnte mit einem fest installierten Fernglas noch intensiviert werden, hat jetzt eine Gruppe von angehenden Landschaftsplanern der Uni Hannover vorgeschlagen. Die Idee ist nur eine von vielen, die die Studenten entwickelten: Denkbar wären auch die Anlage von Flussstegen und Baumwipfelpfaden, Verstecke zur Tierbeobachtung, ein Kräuterlabyrinth und eine Ausweitung des Grasdorfer Leineschwimmens zu Leinebadetagen. „Ziel war es, mit den Studierenden praxisnah zu schauen, wie sich aus der Erholungslandschaft mehr machen lässt“, sagt Dozent Mathias Egge-Behrens, der das Projekt betreut hat.

„Laatzen tritt als Stadt der Sinne auf, hat aber auch in der Leineaue ein sehr starkes Freizeitangebot“, sagt Mathias Behrens-Egge, der das studentische Projekt als Dozent betreut hat. „Im Kern ging es uns um die Frage: Was wäre vorstellbar, wenn wir das Motto auf die Leineaue beziehen?“ Herausgekommen sind dabei fünf Entwürfe, die die Studierenden jetzt Politikern, Verwaltungsvertretern und Naturschützern in Laatzen vorgestellt haben. „Touristische Inwertsetzung schöner Landschaft“ lautete das Thema im Fach Landschaftsplanung. Dabei gehe es nicht darum, eine Möblierung wie im Park der Sinne vorzunehmen, sondern naturnahe Vorschläge zu erarbeiten, sagt Behrens-Egge. Eines der Konzepte stammt von Masterstudent Sebastian Schneider. Ihm schwebt ein „Sinnespfad Leineaue“ mit acht Stationen vor, der sich vom Grasdorfer Rodelberg, wo ein Aussichtspunkt mit Fernrohr eingerichtet wird, bis zur Alt-Laatzener Masch kurz vor der Stadtgrenze nach Hannover erstreckt.

Auf Basis von Vorbildern wie dem Erlebnispfad Thurauen, dem Themenweg Lettmair Au und dem Sinnespfad Seebachtal hat Schneider eine Mischung aus „Aktivpunkten zum Selbermachen“ und einigen Ruhepunkten entworfen. „Der Sinnespfad kreuzt die Strecken R15, den Grünen Ring und den Leine-Heide-Radweg und macht auch Fernwanderer auf Laatzen aufmerksam“, sagt Schneider. Zu den einzelnen Stationen zählt eine Säule, die ein Bodenprofil darstellt („Boden über der Erde“), Lauschtrichter, die Fließgeräusche der Leine einfangen, Stege und Bänke am oder über dem Wasser und Weidengeflechte zum Anfassen. An einer Art Sandkasten können Besucher zudem nachempfinden, wie mäandrierende Flüsse im Sediment entstehen.

Auch andere Vorschläge kommen durchaus an. „Es waren einige schöne Ideen dabei“, sagt etwa Laatzens Jagdpächter Siegfried-Karl Guder. Auch aus Sicht des Ersten Stadtrats Albrecht Dürr sind solche Konzepte willkommen – wenngleich sie teils erhebliche Abstimmung in Naturschutzbelangen erforderten. „Es sind auch Ideen dabei, die wir schon mal hatten“, ergänzt Dürr – beispielsweise versteckte Unterstände zur Tierbeobachtung („Hides“) und Stege am Wasser. Vor Kurzem hatte die Region Hannover eine Studie zur Naherholung am Wasser vorgestellt, die sich teils mit den studentischen Vorschlägen überschneidet.

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