Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Gerettete Fohlen machen Pause in Grasdorf

Grasdorf Gerettete Fohlen machen Pause in Grasdorf

Ein Transport mit drei Haflingerfohlen hat am Mittwoch Stopp auf dem Hof Ostmeyer in Grasdorf gemacht. Die sechs Monate alten Vierbeiner hatte ein Zuchtbetrieb in Österreich ausgemustert, Tierschützer vermittelten sie an Käufer aus Schweden. Die Fohlen wären sonst wohl auf dem Schlachthof gelandet.

Voriger Artikel
2016er-Säcke gibt's bis August in Geschäften
Nächster Artikel
Zu wenig Blut: DRK befürchtet Engpässe

Eva Ostmeyer freut sich über den kurzen Besuch der drei Fohlen, die auf dem Hof der Familie in Grasdorf eine Rast einlegen.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf. "Der Betrieb aus Österreich, bei dem die Fohlen geboren wurden, züchtet nur Stuten", sagt Michael. Der 45-jährige Fahrer, der seinen vollen Namen nicht in der Zeitung lesen will, hat die Tiere in der Nacht zu Mittwoch von Innsbruck nach Grasdorf gebracht. "Es wird so lange gezüchtet, bis das rauskommt, was der Zuchtbetrieb haben will." Mit Hengsten könne der Zuchtbetrieb nichts anfangen. Ähnliches gelte für Tiere, die die Standards für die Zucht nicht erfüllen. "Die Züchter versuchen, diese Tiere zu verkaufen. Das klappt aber nicht immer, obwohl die Tiere gesund und munter sind", berichtet der 45-Jährige. "Wenn die jungen Hengste nicht vermittelt werden, dann kommen sie zum Schlachter."

Diese Schicksal drohte auch den drei Fohlen, die auf dem Hof Ostmeyer Rast einlegten. Also habe sich eine Gruppe junger Damen, die sich als Privatinitiative zur Rettung der Tiere zusammengeschlossen haben, um die Vermittlung der niedlichen Vierbeiner gekümmert. "Sie versuchen, die Fohlen über das Internet zu vermitteln", berichtet Michael, der selbst Pferdebesitzer ist und die Transporte aus Liebe zu den Tieren übernehme. Das habe in diesem Fall auch geklappt.

Allerdings müssen die Fohlen bis zu ihrem neuen Heimatort einen langen Weg zurücklegen - denn die Käufer wohnen in Schweden. "Grasdorf liegt in etwa in der Mitte zwischen Innsbruck uns Malmö", sagt Michael. Auf der Suche nach einer Rastmöglichkeit auf der rund 1400 Kilometer langen Strecke sei er auf die Familie Ostmeyer gestoßen. "Michael hat in einer Anzeige gesehen, dass wir Ställe zu vermieten haben", berichtet Eva Ostmeyer. "Also hat er mich angerufen und gefragt, ob er hier eine Pause machen und die Fohlen unterstellen kann." Die 37-Jährige ließ sich nicht lange bitten. "Ich finde die Initiative sehr gut", sagt sie. "Wir helfen gerne, wenn wir die Fohlen dadurch retten können."

Mitterweile hat sich der Stopp in Grasdorf etabliert. Bereits zum dritten Mal war Fahrer Michael am Mittwoch zu Besuch bei den Ostmeyers. Während der Fahrer schläft, können sich die Fohlen im Grasdorfer Stall ausrufen. Schließlich war der Transport mit den drei Fohlen bereits am Dienstagabend um 21 in der Nähe von Innsbruck gestartet. Am Mittwochnachmittag ging es dann nach einem halben Tag Pause gegen 18 Uhr auf die zweite Etappe von Grasdorf über Dänemark nach Malmö.

doc6qho8k8ma9317ss7kdyl

Fotostrecke Laatzen: Gerettete Fohlen machen Pause in Grasdorf

Zur Bildergalerie

Von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6snqsb1owqeu76ysj1s
Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen

Fotostrecke Laatzen: Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen