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Doch keine Hallenschließung in Pattensen?

Neue Flüchtlingsquote Doch keine Hallenschließung in Pattensen?

Die Druck ist raus - zumindest vorläufig: Die Ankündigung des Innenministerium, den Kommunen in den nächsten Wochen weniger Flüchtlinge zuzuweisen, sorgt für Aufatmen in den Rathäusern. Im Idealfall könnte es in Pattensen sogar gelingen, eine Turnhallenschließung doch noch zu vermeiden.

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Wöchentlich werden im Laatzener Rathaus Schutzsuchende registriert. Aktuell sind es weit weniger Ankünfte als noch vor einigen Wochen.

Quelle: Daniel Junker (Archiv)

Pattensen/Laatzen/Hemmingen. "Wir können noch nicht sagen, dass wir auf keinen Fall Turnhallen belegen", sagte Stadtsprecherin Andrea Steding am Freitag auf Anfrage. Aber die Chance darauf sei mit der Ankündigung aus dem Ministerium gestiegen. "Das schafft uns Luft und mehr Handlungsspielraum." 

Ursprünglich hatte die Stadt Pattensen bis Ende März rund 150 Flüchtlinge aufnehmen sollen, von denen bislang 51 eingetroffen sind. Die Frist war vor einigen Wochen zunächst bis Ende April, mit der Mitteilung des Ministeriums jetzt sogar auf Ende Juli verlängert worden. "Das lässt bei uns die Hoffnung aufkommen, dass die Schließung von Turnhallen vielleicht nicht nötig wird - oder zumindest im bisherigen Umfang", ergänzte Steding.

Es bleibt allerdings eine Rechnung mit Unbekannten: Wie berichtet, verhandelt die Stadt mit einem Investor über die Errichtung von Wohnhäusern, die zunächst für Flüchtlinge und später als Sozialwohnungen genutzt werden. "Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt demnächst realisieren können", sagt Steding. Geprüft werde darüber hinaus eine Übergangslösung, für die die Stadt allerdings noch einen Betreiber benötige.

Die Laatzener Verwaltung will die Atempause dafür nutzen darauf hinzuwirken, die provisorische Nutzung der Alt-Laatzener Grundschule und der Sporthalle am Erich-Kästner-Schulzentrum zu beenden. "Die beiden großen Sammelunterkünfte können hoffentlich ,geleert' werden", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. "Allerdings darf es zu keinem erneuten Anstieg der Zuweisungen kommen." Zuversichtlich ist man in Laatzen wohl auch deshalb, weil die Quote für die Zeit bis Ende Juli schon fast erfüllt ist: von den 390 angekündigten Personen hat Laatzen bereits 351 aufgenommen.

Erleichtert äußert man sich im Hemminger Rathaus. "Wir haben etwas mehr Luft, das hilft uns", sagt die Erste Stadträtin Regina Steinhoff. Gerade für die laufenden Bauvorhaben sei dies eine "deutliche Entspannung", ergänzt Fachbereichsleiter Sven Bertram. Die neue Unterkunft an der Gutenbergstraße etwa, wo 20 bis 30 Menschen untergebracht werden sollen, werde beispielsweise Anfang/Mitte Mai in Betrieb gehen. "Jetzt wissen wir, dass wir rechtzeitig fertig werden." Der Umbau der Unterkunft an der Heinrich-Hertz-Straße für etwa 160 Personen werde voraussichtlich bis Ende Juni dauern.

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