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Mittendrin statt nur dabei

Grasdorf Mittendrin statt nur dabei

Integration durch Mannschaftssport: Am Donnerstagabend haben fünf Bewohner des Rethener Flüchtlingsheims erstmals mit den U-23-Fußballern von Germania Grasdorf trainiert. Sie kommen aus dem Irak und aus Syrien, aus Somalia und von der Elfenbeinküste.

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Gelebter Teamgeist: Die U 23 von Germania Grasdorf gruppiert sich mit den fünf fußballbegeisterten Flüchtlingen aus Rethen, dem Germania-Vorsitzenden Wolfgang Weiland (links), Trainer Jürgen Engelhard (Zweiter von links) und Klaus Komnig (rechts).

Quelle: Torsten Lippelt

Laatzen. „Die Jungs wohnen zum Teil schon seit Monaten im Flüchtlingswohnheim. Da dachten wir uns, dass es schön wäre, ihnen in einem Sportverein die Möglichkeit zum Fußballspielen und zur Kontaktaufnahme zu geben“, sagt Jürgen Vollmer vom Flüchtlingsnetzwerk Laatzen. Über die Freizeit-AG der ehrenamtlichen Aktivengruppe hatte man Verbindung mit Germania aufgenommen - und stieß dort auf offene Ohren.

„Wir haben ja bereits vor Monaten mit dem jungen Nana Asare von der Elfenbeinküste einen Flüchtling in unseren Verein aufgenommen, der inzwischen sogar im Kader der ersten Mannschaft ist“, verweist Ko-Trainer Jürgen Engelhard, dessen Sohn Tim in der U 23 spielt, auf erste Erfahrungen im Verein. „Wir wollen den jungen Leuten mehr bieten als nur Sport und ihnen helfen, sich bei uns zu integrieren“, formuliert Engelhard den selbst gesteckten Anspruch. Dank Trainerhilfe hat das beim Ivorer Asare inzwischen auch zu einer Wohnung und aktuell zu einem Ausbildungsplatz geführt.

„Das Projekt ist eine gute Sache und eine sinnvolle Freizeitgestaltung. So kommen die Jungs unter Leute. Wir lassen sie erst mal mitspielen und schauen, was sich entwickelt“, blickt Vereinsvorsitzender Wolfgang Weiland in die nähere Zukunft. Mit geliehenen Trikots und Hosen - Fußballschuhe sind zum Teil vorhanden - geht es nun dienstags und donnerstags ab 18.30 Uhr gemeinsam rund. Sprachprobleme wird es dabei nicht geben. „Fußballerisch ist international - das versteht jeder“, lacht Jürgen Engelhard.

Von Torsten Lippelt

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