Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Störche sind gen Süden gezogen - nach 933 Tagen

Grasdorf Störche sind gen Süden gezogen - nach 933 Tagen

Ist es ein Zeichen eines kalten Winters, der bevorsteht? Oder hängt alles mit der Nahrungsknappheit nach dem trockenen Sommer zusammen? Auf jeden Fall sind Frieda und Rolf, die beiden Grasdorfer Störche, gen Süden gezogen - zum ersten Mal seit 2013.

Voriger Artikel
Morgens Schüler, abends Akrobaten und Clowns
Nächster Artikel
Zwei FDP-Kandidaten verzichten auf Ratsmandat

Das Nest ist leer: Die beiden Grasdorfer Störche sind nach mehr als zwei Jahren erstmal wieder gen Süden gezogen. Zuletzt gesehen wurden sie auf dem Dach des Hofes Behmann in Harkenbleck.

Quelle: privat

Grasdorf. Die beiden Störche waren zuletzt ein Ganzjahresphänomen in Grasdorf. Während ihre Artgenossen sich wie immer im September zum Flug nach Süden versammelten, entschied sich das Paar auf dem Mast des Wassergewinnungsgeländes 2014 erstmals, den Winter vor Ort zu verbringen. Auch den Jahreswechsel 2015/16 verbrachten Frieda und Rolf in der Leinemasch.

Seit einigen Tagen ist der Horst jedoch verwaist. "Sie sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gen Süden aufgebrochen", sagt der Grasdorfer Naturbeobachter Jürgen Körber. Zum letzten Mal seien sie am 15. September auf dem Schornstein des Hofes Behmann in Harkenbleck gesichtet worden, danach kehrten sie nicht wie gewohnt nachts nach Grasdorf zurück. Insgesamt 933 Tage, hat Körber ausgerechnet, hat der Aufenthalt gedauert.

Warum sie sich diesmal zum Abflug entschieden haben, ist Spekulation, meint Körber. "Es könnte mit der andauernden Trockenheit und dem damit verbundenen geringeren Futterangebot zu tun haben." Vielleicht hänge den Störchen aber auch noch die Erinnerung an den vergangenen Winter nach, den sie nur knapp überlebten.

Oder haben die Tiere doch einen sechsten Sinn dafür, wie kalt es wird? Körber glaubt nicht daran. Allerdings hätten ihm erfahrene Landwirte berichtet, in diesem Jahr seien die Schwalben fluchtartig abgezogen und Spinnen ungewöhnlich aktiv - beides tradierte Vorzeichen winterlicher Kälte.

Die Abwesenheit nutzten die Vogelschützer jetzt dazu, per Hubsteiger das Nest zu inspizieren. Ergebnis: Es wurden keine Verunreinigungen wie Plastikmüll gefunden, so dass das Wasser abfließen kann. Auch die Stabilität sei gewährleistet. Es spricht also nicht gegen eine Rückkehr.

doc6rkogt79fedbjzuqjez

Das Nest ist leer: Die beiden Grasdorfer Störche sind nach mehr als zwei Jahren erstmal wieder gen Süden gezogen. Zuletzt gesehen wurden sie auf dem Dach des Hofes Behmann in Harkenbleck.

Quelle: privat
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6spbi26z1g68ir1xk5w
Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt

Fotostrecke Laatzen: Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt