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Grasdorfer schreibt Wegweiser für Jakobsweg

Grasdorf Grasdorfer schreibt Wegweiser für Jakobsweg

Der Jakobsweg zählt zu Europas beliebtesten Pilgerwegen - und Laatzen liegt auf einem Teilstück davon. Der Grasdorfer Walter Battermann hat jetzt den Abschnitt zwischen Hannover und Hildesheim in einem Führer beschrieben - zum Nachwandern.

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Walter Battermann hat für die Stiftung Grasdorf an der Leine ein Begleitheft samt Stempel-Zeugnis zum Jakobsweg zwischen Hannover und Hildesheim geschrieben.

Quelle: Dorndorf

Grasdorf. Dass die Grasdorfer St.-Marien-Kirche am Jakobsweg liegt, ist schon an einem Detail der Fassade zu erkennen. Neben der Eingangstür signalisiert eine goldene Jakobsmuschel, dass Wanderer sich hier Stempel für ihren Pilgerpass abholen können. Grasdorf liegt am sogenannten Skandinavischen Weg ("Via Scandinavica"), ein Nebenzweig des Jakobsweg-Netzes, der von Lübeck über Hannover bis nach Göttingen und Eisenach führt.

Die Muschel hat der Grasdorfer Walter Battermann schon vor einigen Jahren gespendet. Der 82-Jährige hat einen besonderen Bezug zu der Pilgerstrecke, schließlich war er - größtenteils gemeinsam mit seiner Frau Elli - seit 2001 bereits fünfmal im spanischen Santiago de Compostela, dem Endpunkt des Jakobswegs. "Man hat das Gefühl, dass man mit sich ins Reine gekommen ist, dass man ankommt", sagt Battermann über seine Erfahrungen am Ziel. Auf einem Stein vor seinem Haus am Thie hat er eine weitere Jakobsmuschel angebracht, nur wenige hundert Meter vom Jakobsweg entfernt.

Für all diejenigen, die sich regional als Pilger versuchen wollen, hat Battermann jetzt für die Stiftung Grasdorf an der Leine einen 24-seitigen Wegweiser zum Jakobsweg zwischen Hannover und Hildesheim erstellt. Detailreich beschreibt Battermann darin die drei Etappen - mit Wegbeschreibung, Stationen und Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Ergänzt wird das Ganze um allgemeine Informationen über die Entstehung und Geschichte des Pilgerweges sowie Bilder vom Wegesrand.

Herausgegeben wird der Wegweiser "Auf dem Jakobus-Pilgerweg" von der Stiftung Grasdorf an der Leine, bei der Battermann aktiv ist. Die Gebühr von 2 Euro soll der Stiftung zugute kommen. Darüber hinaus hat der Grasdorfer einen Pilgerpass (1 Euro) erstellt, in die Stempel der drei Stationen eingetragen werden können. Erhältlich sind Wegweiser und Pass bei Walter Battermann, Am Thie 3a, Telefon (0511) 822713. Für August ist zudem eine Bürgerwanderung in drei, zeitlich voneinander getrennten Etappen in Vorbereitung..

Von der Marktkirche nach Hildesheim

Der erste Abschnitt des von Battermann beschriebenen "Pilgerweges von Hannover nach Hildesheim" startet an der Marktkirche in Hannover. Das passt: Denn Namenspatrone der Kirche "St. Georgii et Jacobi" sind die Heiligen Jakobus und Georg, die am Westportal als Statuen verewigt sind. Am Lutherdenkmal vor der Kirche vorbei, führt die erste Etappe weiter zur Aegidienkirche, dann zum Maschsee und weiter durch die Leinemasch zur Grasdorfer St.-Marien-Kirche.

Das Ziel der zweiten Etappe ist die St.-Nicolai-Kirche in Sarstedt. Die Tour führt zunächst am Grasdorfer Storchennest vorbei durch die Koldinger Seenlandschaft bis Ruthe, wo die Innerste in die Leine führt ("Deutsches Eckchen"). Auf den übrigen 2,5 Kilometern geht es an der westlichen Uferseite der Innerste entlang zur Heilig-Geist-Kirche und St.-Nicolai-Kirche in Sarstedt.

Unter das Motto "Weltkulturerbestätten vor Augen" stellt Battermann die Beschreibung der dritten Etappe, die landschaftlich etwas weniger reizvoll ist. Zu den Landmarken unterwegs zählt die Kalihalde bei Giesen. Weiter geht es durch das Haseder Holz und an der Innerste entlang bis Hildesheim, wo gleich zwei Weltkulturerbestätten auf die Pilger warten: Sowohl der Dom als auch die romanische St.-Michaelis-Kirche zählen zum Unesco-Welterbe - wie übrigens auch der spanische Jakobsweg selbst.

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