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Grasdorfs Ortschild ist verschwunden

Grasdorf Grasdorfs Ortschild ist verschwunden

Was es die Tat eines übermütigen Grasdorf-Fans? Ein Metalldiebstahl - oder doch das Versehen eines Bauarbeiters? Seit einiger Zeit fehlt das südliche Ortseingangsschild von Grasdorf. Die Stadt rätselt, wo es abgeblieben ist.

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Die Aufstellung des Ortsschildes war dem Ortsrat 1982 einen kleinen Festakt wert. Mit dabei waren damals unter anderem der stellvertretende Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schmidt (Zweiter von links), Helmut Flohr (Dritter von links), Ortsbürgermeister Helmut Schröder (Zweiter von rechts) und Ortsratsherr Dietrich Lüttjemann (rechts).

Quelle: privat

Grasdorf. Wer von Rethen aus auf der Hildesheimer Straße in Richtung Norden fährt, passiert auf Höhe der Ahornstraße - kurz vor der Eisenbahnunterführung - das weiße Schild mit der Aufschrift "Grasdorf". Normalerweise jedenfalls. Seit einiger Zeit fehlt der Hinweis: Sowohl das Ortsschild als auch der Mast sind verschwunden.

Wie lange der Zustand schon andauert, ist unbekannt. "Wir wissen seit etwa drei Woche, dass das Schild weg ist", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Aufgefallen ist die Leerstelle demjenigen, der vor 34 Jahren dafür gesorgt hat, dass die Bezeichnung Grasdorf nicht aus dem Straßenbild verschwindet: Helmut Flohr.

Der Grasdorfer hatte Anfang der Achtzigerjahre als Ortsratsherr durchgesetzt, dass die Schilder überhaupt existieren. Im Gegensatz zu Gleidingen, Rethen und Ingeln-Oesselse, die als Ortschaften jeweils eigene Ortseingangsschilder haben, gehört Grasdorf gemeinsam mit Alt-Laatzen und Laatzen-Mitte zu einer gemeinsamen Ortschaft - die Übergänge spielen demnach weder politisch noch verkehrstechnisch eine Rolle. Wäre es nach dem früheren Stadtdirektor Erich Panitz gegangen, erinnert sich Flohr, wäre der Name Grasdorf deshalb längst nicht mehr auf Laatzens Straßen präsent: "In zehn Jahren wird von Grasdorf keine Rede mehr sein", habe Panitz schon in den Sechzigerjahren bei Fusion von Laatzen und Grasdorf gesagt.

Als dann um 1980 herum tatsächlich die ehedem gelben Ortseingangsschilder verschwanden, setzte sich Flohr zur Wehr. "Vergesst die alten Ortsnamen nicht", mahnte der Grasdorfer, der sich als Ortshistoriker auch um die Aufbereitung der Dorfgeschichte bemüht. Am Ende setzte er sich durch: Am 15. März 1982 montierte die Stadt zwei weiße Schilder an der Hildesheimer Straße - eines an der Abzweigung zur Erich-Panitz-Straße zwischen Alt-Laatzen und Grasdorf und ein zweites auf Höhe der Ahornstraße. Der Wunsch, ein drittes Schild am Wehrbusch aufzustellen, wurde damals nicht erfüllt.

Diesmal muss niemand für das Schild kämpfen - die Stadt will es ersetzen. Derweil dauert die Ursachenforschung noch an: "Wir prüfen, ob es eventuell mit der Üstra-Baustelle an der Stelle zusammenhängt", sagt Stadtsprecher Brinkmann - schließlich fehle nicht nur das Schild, sondern auch der zugehörige Mast. Sollte beides gestohlen sein, erwäge man Anzeige zu erstatten. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf 250 Euro plus Arbeitsleistung, die Bestelldauer liege bei mindestens vier Wochen. Es ist übrigens nicht der erste Schilderstreich: Bereits vor drei oder vier Jahren, erinnert sich Flohr, sei das Schild am nördlichen Ortseingang verschwunden. Immerhin: Den Mast ließen die Diebe damals stehen.

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Wo ist das Grasdorfer Ortsschild geblieben? Die Stadt will es ersetzen.

Quelle: Dorndorf
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