Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Großes Interesse an Bauprojekt

Alt-Laatzen Großes Interesse an Bauprojekt

Der Infoabend zum Wohngebiet Alter Markt war für die Stadt Laatzen und den Investor Meravis Bauträger weniger Pflichttermin als ein Angebot, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen: Rund 130 Menschen kamen und fragten.

Voriger Artikel
CDU gibt Erkärung zur Flüchtlingssituation ab
Nächster Artikel
Sprachlernklassen starten an Grundschulen

Meravis-Vertriebsleiter Ulrich Bauer stellt die Pläne mit Reihen- und Mehrfamilienhäusern am denkmalgeschützten Flebbehof vor.

Quelle: Meravis

Laatzen. Nachdem Meravis-Vertriebsleiter Ulrich Bauer das Unternehmen vorgestellt hatte, präsentierte Architekt Andreas Uffelmann die Pläne für den Alten Markt. Die zentrale Bezugsgröße sei der Flebbehof mit dem gleichfalls unter Denkmalschutz stehenden Standesamt, dem Reihen- und Mehrfamilienhäusern mit ländlichen Namen wie Kastanien- und Staudenhof zugeordnet sind. „Wir fassen sie in Gruppen zusammen wie Hofanlagen: außen öffentlich, innen privat“, so Uffelmann. Tiefgaragen ermöglichten autofreie Wege und Plätze.

Barrierefreiheit: Alle Wohnungen sind laut Meravis barrierefrei, mindestens acht auch rollstuhlgerecht. Die unter anderem von Werner Läwen vorgebrachte Kritik („Das ist Schwindel“), wonach Meravis betreutes Wohnen zugesagt habe und nun nicht halte, wies Bauer zurück: „Wir schließen betreutes Wohnen nicht aus.“ Doch sei dies deutlich teurer als das sogenannte Servicewohnungen, für das einzelne Dienstleistungen wie Wäschedienst über individuelle Kooperationsverträge dazugebucht werden könnten. Betreutes Wohnen sei nur für eine ganze Hausgemeinschaft zu haben. Wenn sich ein Kapitalgeber fände, der ein ganzes Haus kaufe, sei dies noch möglich.

Wohneinheiten: In dem Baugebiet sind 26 Reihenhäuser mit durchschnittlich 140 Quadratmetern Wohnfläche geplant. Außerdem soll es Mehrfamilienhäuser mit 48 Wohneinheiten geben: Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen in den Größen um 65, 90 und bis zu 120 Quadratmetern. Diese werden als Eigentum verkauft. Laut Stadt werden die Hälfte bis zwei Drittel der Immobilien von Kapitalanlegern gekauft, die anschließend weitervermieten. Quadratmetermietpreise von unter 9,50 Euro für Neubauten wurden am Mittwoch als eher illusorisch bezeichnet, was seitens einiger Zuhörer auf Kritik stieß. Kaum einer aus Alt-Laatzen könne sich diese Wohnungen leisten.

Flebbehof: Für das denkmalgeschützte Gebäude gibt es laut Bauer „einen ganzen Leitz-Ordner voll mit Vorschlägen“, aber noch keinen Geldgeber. „Wir sind fett in der Siebenstelligkeit.“ Als Nutzung ist laut Stadt ein Café oder Biergarten mit entsprechenden Öffnungszeiten möglich.

Zeitplan: In den nächsten Monaten werden ein Teil der Gebäude abgerissen und die Bauantragsunterlagen zusammengestellt. Die öffentliche Auslegung samt Beteiligung der Fachbehörden ist ab August geplant. Zum Jahreswechsel soll die Politik die nötigen Beschlüsse fassen, um Anfang 2017 mit dem Bau zu beginnen. Bis Weihnachten 2018 sollen die Wohnungen und Häuser dann bezugsfertig sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6spbi26z1g68ir1xk5w
Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt

Fotostrecke Laatzen: Schützen verwandeln Hof in einen Weihnachtsmarkt