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Grüner Ring in Rethen gesperrt

Rethen Grüner Ring in Rethen gesperrt

Er ist einer der beliebtesten Rad- und Wanderwege in der Region: Der Grüne Ring umkreist Hannover auf einer Strecke von 160 Kilometern. In Rethen ist er derzeit unterbrochen: Die Stadt hat einen maroden Abschnitt gesperrt und schlägt vor, ihn zu verlegen.

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Winfried Burczyk kann seine Lieblingsstrecke nur noch „auf eigene Gefahr“ betreten.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Jeden Morgen spaziert Winfried Burczyk durch die Rethener Leinemasch. So hält er sich fit, außerdem liebt der Rethener die idyllische Umgebung. Der Zustand mancher Wege, darunter ein Abschnitt nahe der B-443-Flutbrücke, ist ihm aber ein Dorn im Auge: Die Seitenbereiche sind zugewuchert, Wurzeln haben das Pflaster hochgedrückt und bilden Stolperfallen. Die gefährlichsten Stellen hat ein Wanderer sogar schon mit roter Farbe markiert, damit dort niemand zu Fall kommt.

Der Weg ist ein Teilstück des Grünen Rings. Wer ihn mit dem Fahrrad benutzt und nicht aufpasst, kommt schnell zu Fall - zumal viele der hochstehenden Pflastersteine von herumliegendem Laub bedeckt sind. Seit Montag ist der Abschnitt mit Baken abgesperrt, die Nutzung nur noch auf eigene Gefahr erlaubt. Dabei sei die Verbindung von der Leinemasch zur Flutbrücke an der B 443 sehr beliebt und werde von vielen Joggern, Wanderern und Radfahrern genutzt, sagt Burczyk.

„Die Stadt hat diesen Weg über lange Zeit verwahrlosen lassen“, ärgert sich der 73-Jährige. Burczyk hat sich schon mehrmals erfolglos an die Verwaltung gewandt und die Laatzener SPD eingeschaltet, die sich der Sache annahm. In einer Stellungnahme teilt die Verwaltung nun mit, dass eine Reparatur oder Sanierung nicht infrage komme. „Die Wurzeln würden die Platten immer wieder hochdrücken“, heißt es. Dies sei bereits mehrfach geschehen. „Auch eine Entfernung der Platten ist keine Lösung, da die großen und starken Wurzeln der Bäume die Fußgänger und Radfahrer weiterhin gefährden würden“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Zwar könne der Grünstreifen neben dem 575 Meter langen Weg, der fast vollständig der Stadt gehört, ausgebaut werden. Die Kosten dafür schätzt die Verwaltung aber auf mehr als 80 000 Euro - zu teuer.

Als Alternative soll nun der Grüne Ring verlegt und die Ausschilderung geändert werden. Zwei Routen sind dafür im Gespräch. Die erste verläuft entlang der Bruchriede, die zweite etwas weiter südlich an der B-443-Flutbrücke. Die Region hat bereits eine Zustimmung zur zweiten Möglichkeit signalisiert. Das derzeit abgesperrte Teilstück dürfe dann weiterhin nur auf eigene Gefahr genutzt werden.

Laut Regionssprecher Klaus Abelmann hält sich der Aufwand für die Änderung in Grenzen: „Wir müssen die Route neu markieren.“ Bei einer Neuauflage der Karten zum Grünen Ring würde die Änderung entsprechend eingezeichnet. Eine solche Änderung ist übrigens kein Novum: In Garbsen beispielsweise sei einmal ein Abschnitt an der Leine abgesackt, sodass eine neue Route gesucht werden musste.

Von Daniel Junker

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