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Hamster sollen 2018 Logistikhallen weichen

Rethen Hamster sollen 2018 Logistikhallen weichen

Der Weg für die geplante Logistikfläche Laatzen-Ost jenseits der B6 scheint frei: Nach mehrjähriger Verzögerung will die Stadt im Frühjahr 2018 einen Bebauungsplan für das 30 Hektar große Areal schaffen. Bis dahin sollen die dort lebenden Feldhamster umgesiedelt werden.

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Die spätere Logistikfläche südlich der B443 wird derzeit noch als Feld genutzt.

Quelle: dorndorf / HAZ-Grafik: Erdbrink

Rethen. Dass Feldhamster mitunter Bauprojekte in Verzug bringt, ist bekannt - aber der Fall Laatzen-Ost ist extrem. Schon im Frühjahr 2013 hatte die Stadt mit der Bauleitplanung für die Fläche begonnen, die südlich der B443 und östlich der B6 liegt. Vor den weiteren Verfahrensschritten mussten zunächst Bombensondierungen abgewartet werden, dann sorgten die dort entdeckten Feldhamster für einen Verzug von mehr als zwei weiteren Jahren.

Nun scheint der Knoten durchschlagen: "Nachdem jetzt alle offenen Punkte abgearbeitet sind, wird der Bebauungsplan in den nächsten zwei bis drei Monaten der Politik erneut vorgelegt", erläutert Stadtsprecherin Eleni Mourmouri auf Anfrage. Abschließen will die Stadt das Verfahren möglichst im Frühjahr 2018, so dass im Sommer nächsten Jahres mit der Erschließung begonnen werden könnte.

Vorangegangen sind dem etliche Abstimmungsgespräche und Untersuchungen in Sachen Artenschutz. "Für die dort gefundenen Feldhamster mussten Ersatzflächen gefunden werden, auf die sie umgesiedelt werden können", erläutert Mourmouri die Problematik. Da diese einen "idealen Lebensraum für Hamster" bieten müssten, seien mehrere angedachte und untersuchte Flächen bald wieder ausgeschlossen worden. Inzwischen hätten die Beteiligten eine geeignete Fläche in der Rethener Feldmark gefunden.

Die Tiere sollen - soweit sie dann noch angetroffen werden - im Frühjahr 2018 eingefangen und auf der naheliegenden Ersatzfläche ausgesetzt werden. Weitere Details dazu will die Stadt zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen.

Für die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), die die Fläche entwickelt, bedeutet dies einen erheblichen Mehraufwand. Die bislang angegebene Erschließungskosten in Höhe von acht bis neun Millionen Euro würden überschritten, sagt HRG-Geschäftsführer Mattias Böhle. "Wir müssen hektarweise Flächen finanzieren" - mit Kosten im hohen sechsstelligen, möglicherweise sogar siebenstelligen Bereich.

Sobald der Bebauungsplan fertig ist, will die HRG mit der Erschließung des 30 Hektar großen ersten Bauabschnitts beginnen. Die Grundstücksverhandlungen seien weitgehend abgeschlossen. Möglicherweise könnte dann sogar noch 2018 der Bau der Logistikhallen starten. "Wenn es gut läuft, kann noch im Jahr 2018 mit den ersten vorbereitenden Bauarbieten begonnen werden, spätestens aber 2019", sagt Böhle.

Interessenten gibt es für die Fläche genug: "Natürlich gibt es großes Interesse, da es in Region seit einigen Jahren relativ wenige große Flächen gibt", ergänzt der HRG-Geschäftsführer. Welche Art von Unternehmen im Gespräch sind, gibt das Unternehmen noch nicht bekannt - dies soll in nächster Zeit noch mit der Stadt erörtert werden.

Das Potenzial in dem Bereich ist unterdessen noch nicht erschöpft: Der Bebauungsplan umfasst zunächst nur einen ersten Bauabschnitt, lässt aber laut Stadt eine Erweiterung um eine weitere, etwas kleinere angrenzende Fläche direkt an der B6 zu.

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Entwickelt wird derzeit nur der erste Bauabschnitt, der direkt am Zubringer zum ADAC-Fahrsicherheitszentrum liegt. Später soll auch die Nachbarfläche bebaut werden.

Quelle: Grafik: Erdbrink
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