Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Wie Luther zum Thema beim CDU-Empfang wurde

Laatzen-Mitte Wie Luther zum Thema beim CDU-Empfang wurde

Rund 50 Gäste haben am Donnerstagabend dem Wirtschaftsempfang der Laatzener CDU und deren Mittelstandsvereinigung MIT beigewohnt - und einen überraschenden Vortrag von Niedersachsens Ex-Finanzminister Hartmut Möllring verfolgt: Der stellte die Vorzüge und Besonderheiten Sachsen-Anhalts vor.

Voriger Artikel
Frühlingspracht im Park und an Laatzens Straßen
Nächster Artikel
Das ist neu im VHS-Sommerprogramm

Niedersachsens Ex-Finanzminister Hartmut Möllring ist Hauptredner beim CDU-Neujahrsempfang in Laatzen.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Erwartet hatten die Organisatoren im Vorfeld der Veranstaltung eigentlich ein Referat über finanz- und wirtschaftspolitische Themen - schließlich war Möllring über zehn Jahre lang als Finanzminister in Niedersachsen und später als Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt tätig. Es kam jedoch anders: Den Besuchern in Victor's Residenz Margarethenhof berichtete der 65-Jährige stattdessen, was er an Sachsen-Anhalt in seiner Zeit als Minister schätzen gelernt hat. "Ich will nicht so viel zu Niedersachsen sagen, das gehört sich irgendwann als abgedankter Minister nicht mehr", sagte Möllring.

So erfuhr man etwa, dass zu den großen historischen Persönlichkeiten Sachsen-Anhalts nicht nur Martin Luther, sondern auch die russische Kaiserin Katharina die Große und der römisch-deutsche Kaiser Otto I. zählen. Und dass das Chemie-Dreieck Halle-Bitterfeld-Leuna früher als Industriestandort bedeutender gewesen sei als das Ruhrgebiet. Dort sei unter anderem das Nylon erfunden worden, dort hatte Agfa seinen Sitz - und dort wurde vor nicht langer Zeit die größte Fensterscheibe der Welt gefertigt.

Prägend sei auch eine Städterivalität: Die Landeshauptstadt Magdeburg und die gleich große Unistadt Halle seien sich so spinnefeind, dass die Konkurrenz zwischen Hannover und Braunschweig dagegen völlig verblasse. "Wenn Halle zum Fußballspiel nach Magdeburg kommt, nehmen sie immer den allerältesten Vereinsbus, um den Schaden möglichst gering zu halten." Als Wissenschaftsminister habe einmal versucht, die Gerichtsmedizin in Magdeburg mit der in Halle zusammenzulegen. Als man sich am Ende auf eine Außenstelle in Halle einigte, habe ihm ein Hallenser ernsthaft gesagt: "Das ist mir egal, Hauptsache ich werde in Magdeburg nicht obduziert."

Bei der abschließenden Diskussion wurde es dann wieder etwas (wirtschafts-)politischer: Auf was die Politik achten sollte, um die Wirtschaft zu stärken, wollte etwa Laatzens CDU-Stadtverbandschef Paul Derabin wissen. Möllring sieht vor allem bei der Genehmigung von Unternehmensansiedlungen Bedarf. "Die Behörden sind sehr viel vorsichtiger geworden, Planungsrecht herzustellen", sagte er und warb für mehr Offenheit gegenüber Investoren: "Heute haben wir mehr Bürgerinitiativen dagegen als dafür", sagte Möllring, auch Umweltauflagen werde zu großer Raum eingeräumt.

doc6up5cnvli3rqrark2h5

Fotostrecke Laatzen: Wie Luther zum Thema beim CDU-Empfang wurde

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x6lxd54c0lf5xfodir
Laatzens Jugendbeirat stellt erstmals Anträge

Fotostrecke Laatzen: Laatzens Jugendbeirat stellt erstmals Anträge