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Alte Hofgebäude weichen Einfamilienhäusern

Ingeln-Oesselse Alte Hofgebäude weichen Einfamilienhäusern

Die Tage der alten Hofgebäude zwischen der Weidenstraße und der Straße Im Eichengrund sind gezählt. Sie sollen in den nächsten Monaten abgerissen werden. Danach baut die Firma Helma dort fünf Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus. Alle Häuser sind bereits von Kaufinteressenten reserviert.

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Diese alten Gebäude sollen in Kürze abgerissen werden.

Quelle: Stephanie Zerm

Ingeln-Oesselse. Zurzeit weiden Schafe auf den alten Obstwiesen des knapp 4000 Quadratmeter großen Grundstücks im Oesselser Ortskern. Doch die Idylle wird nicht mehr lange währen. In den nächsten Monaten sollen Bagger anrollen und die ehemalige Hofstelle mit Scheune und altem Wohnhaus sowie ein weiteres älteres Wohngebäude abreißen. "Der landwirtschaftliche Betrieb, dessen Tiere zurzeit auf dem Grundstück untergebracht sind, soll bis dahin abgemeldet werden", erklärte Oliver Meyer-Dassow von der Helma Eigenheimbau AG aus Lehrte am Montagabend bei der Vorstellung im Ortsrat.

Das Grundstück und die Gebäude gehören zwei Erbengemeinschaften. Nach einer Neuparzellierung sind auf der Fläche sechs Baugrundstücke entstanden. Diese verkaufen die Erbengemeinschaften direkt an die künftigen Bauherren. Die Helma Eigenheimbau AG errichtet dann für die neuen Besitzer ihre Häuser. Insgesamt sollen sieben neue Wohneinheiten entstehen: fünf Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften. Für jedes Haus sind eine Garage und ein Stellplatz vorgesehen. Für die Zuwegungen sollen bereits bestehende Zufahrten genutzt werden.

Sechs verschiedene Haustypen

Dabei kann sich jeder Käufer ein Haus seiner Wahl bauen. Die meisten Interessenten haben sich jedoch schon festgelegt. Insgesamt werden sechs verschiedene Haustypen errichtet. Die Streuobstwiese soll jedoch erhalten und teilweise den Grundstücken zugeschlagen werden. "Sollten die alten Obstbäume nicht zu retten sein, pflanzen wir alle 20 bis 30 Meter einen neuen", kündigte Oliver Meyer-Dassow an.

Auch das historische Feuerwehrhaus an der Weidenstraße ist tabu. Es ist aus dem Baugebiet ausgenommen und soll unverändert bestehen bleiben.  "Von der Stadtverwaltung haben wir für das Bauprojekt bereits grünes Licht bekommen", sagt Meyer-Dassow.

Die Häuser sollen zwischen 250.000 und 350.000 Euro kosten, eine Doppelhaushälfte etwas weniger. Sobald die Kaufverträge unterschrieben sind, will Helma für die einzelnen Häuser jeweils einen Bauantrag stellen.

"Konzept fügt sich in Ortskern"

"Das Konzept fügt sich gut in den alten Ortskern", erklärte Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (CDU). Andere Ortsratsmitglieder hatten jedoch Bedenken: "Die Baugrundstücke an der Weidenstraße grenzen direkt an den Schlachter und an landwirtschaftliche Betriebe", sagte Thomas Kasten (SPD) und betonte: "Uns ist es wichtig, diese zu erhalten." Daher sprach er sich gemeinsam mit weiteren Ortsratsmitgliedern für eine Klausel im Vertrag der Käufer aus. Laut Meyer-Dassow und Jürgen Pagels, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadt Laatzen, ist dies jedoch nicht möglich.

Der Baubeginn ebenso wie die Fertigstellung der Häuser ist für nächstes Jahr geplant.

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Von Stephanie Zerm

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