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Endlich Entlastung in der Flüchtlingsfrage

Hemmingen/Pattensen/Laatzen Endlich Entlastung in der Flüchtlingsfrage

Das Angebot der Region, auf eigene Kosten Sammelunterkünfte für Flüchtlinge zu bauen, stößt bei den Kommunen auf Interesse. Die Stadt Hemmingen begrüßt die Initiative als "wirkliche Entlastung", in Pattensen gibt es schon konkrete Grundstücksvorschläge.

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Für Barsinghausen und Burgdorf plant die Region die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft in Holzbauweise. Die Containersiedlung in Linden-Nord (Bild) ist ebenfalls aus Holzmodulen gefertigt.

Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Hemmingen/Pattensen/Laatzen. Interessierte Kommunen müssten ein baufertiges Grundstück zur Verfügung stellen. Die Unterkünfte würden in Modulbauweise errichtet und sollten nach Schätzung der Region 10 bis 15 Jahre halten. Die Regionsversammlung muss noch entscheiden, ob die Kosten von 100 Millionen Euro für das Projekt bereit gestellt werden sollen.

Der Vorschlag sei innerhalb der Hemminger Stadtverwaltung in Diskussion, bestätigte am Freitag die Erste Stadträtin Regina Steinhoff. „Das Angebot ist toll, weil es eine wirklich Entlastung bringt“, sagte sie. Hemmingen werde Grundstücke benennen, die im Besitz der Stadt sind. Allerdings sei einerseits die geringe Fläche des Stadtgebiets ein Problem, aber auch, dass einige dieser Grundstücke im Überschwemmungsgebiet liegen. Außerdem müsse geklärt werden, ob sich Hemmingen so lange – bis zu 15 Jahren seien schließlich im Gespräch – binden wolle. „Viele Kommunen, auch Hemmingen, denken für bestimmte Flächen über Mietwohnungsbau nach“, erläuterte Steinhoff. Diese Flächen seien auf Jahre belegt, wenn dort Sammelunterkünfte entstehen.

Die Pattensen hat der Region bereits „mehrere Grundstücke“ benannt, wie Fachbereichsleiter Jörg Laszinski bekannt gab. Außerdem habe die Stadt die Personenzahl angegeben, die sie unterbringen möchte. „Auch wenn Sammelunterkünfte für Flüchtlinge nicht unser erklärtes Ziel sind“, ergänzte Laszinski. „Wir arbeiten auf verschiedenen Baustellen.“ So suche die Verwaltung nach wie vor nach Wohnungen und Häusern zur Miete oder zum Kauf, um Flüchtlinge dezentral im gesamten Stadtgebiet unterzubringen.

Die Stadt Laatzen gab sich am Freitag in der Frage sehr bedeckt. "Die Stadt hat grundsätzliches Interesse an dem Angebot der Region. Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten", sagte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Er beantwortete weder die Frage danach, ob es geeignete städtische Grundstücke gibt, noch, wo diese liegen und ob die Stadt den Erwerb von Flächen zu diesem Zweck in Betracht zieht.

Von Kim Gallop und Johannes Dorndorf

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