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Anwohner sauer: Straße wird deutlich teurer

Ingeln-Oesselse Anwohner sauer: Straße wird deutlich teurer

Die Anlieger der Straße Am Holztor müssen deutlich mehr für die bereits begonnene Straßenerneuerung zahlen, als angenommen: etwa 70 Prozent. Entsprechend groß war am Montag der Unmut beim Ortsrat, dessen Sitzung schon in frostiger Stimmung begann.

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"Das ist keine Schätzung, das ist eine Zumutung": Manfred Alexander Looß (CDU) macht seinem Unmut über die nun deutlich höheren Beitragskosten für die Anwohner der Ingelner Straße Am Holztor gegenüber dem Ersten Stadtrat Albrecht Dürr Luft.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse. Grund war die dunkle Gaststätte vor der Kommunalpolitiker, Verwaltungsvertreter und rund 30 Bürger in der Kälte warten mussten, bis die Sitzung mit 20 Minuten Verspätung doch noch beginnen konnte.

Ärger weckte die Kostenaufstellung zur Straßenerneuerung "Am Holztor". Wie der Erste Stadtrat Albrecht Dürr näher ausführte, ist der im Januar bei der Anliegerversammlung genannte Beitragssatz von 10,35 Euro pro Quadratmeter nicht mehr aktuell. Aufgrund von Preissteigerungen – die alte Schätzung beruhte auf alten Daten, und im Zuge der Ausschreibung meldete das bis dato günstigste Unternehmen Insolvenz an – wird nun mit Gesamtkosten von rund 920.000 Euro gerechnet, wobei 695.000 Euro auf den Straßenbau entfallen. Zuzüglich der eingestandenen "fehlerhaften Berechnung" müssten die Anlieger nun voraussichtlich 17 Euro pro Quadratmeter zahlen, so Dürr.

"Das ist keine Schätzung, das ist eine Zumutung", schimpfte Manfred Alexander Looß (CDU). Es sei nicht nachvollziehbar, wie sich die Verwaltung innerhalb eines Jahres so versehen könne, ergänzte Wolfgang Zingler (Grüne). Das Unverständnis sei umso größer, als die seinerzeit genannten 10,35 Euro sich auf zunächst aufwändiger Planungen bezogen. Nach Bürger- und Ortsratsprotesten waren die Pläne abgespeckt und daher auch eher ein geringerer Beitrag erwarteten worden.

Bei Grundstücksgrößen von 700 bis 1200 Quadratmeter summiert sich der Beitrag für Anlieger hingegen nun auf rund 12.000 bis 20.000 Euro – oder noch mehr.

"Wir haben dort Witwen und Alleinverdiener wohnen. Die müssen an ihr Erspartes ran und gucken, wie sie es finanzieren können", sagte Michael Riedel (SPD), eh er sich direkt Albrecht Dürr wandte: "Ich bitte Sie, Ihr Gehirnschmalz dafür zu verwenden, wie Bürger entlastet werden können."

"Ihre Fachleute haben sich sehr verschätzt", sagte Anlieger Volkmar Holinksi, der sich wie mehrere weitere Bürger zu Wort meldete und die Verwaltung für die fehlerhaften Berechnungen und zu späte Information der Anlieger erst im Zuge der Ortsratssitzung kritisierte.

Bürger und Ortsrat forderten eine außerordentliche Sitzung, bei der Kostensteigerung und Beitragsberechnung detailliert erläutert werden sollen. Diese soll demnächst anberaumt werden und findet mutmaßlich an neuer Stelle statt.

Wie es aus dem Ortsrat hieß, will sich dieser nach dem neuesten Ärger nach einer Alternative zur Gaststätte umsehen.

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Unmut im Ortsrat Ingeln-Oesselse: Mehr als 30 Bürger verfolgten die Sitzung in der Gaststätte Alt-Oesselse, bei der die Verwaltung ihre Kosten- und Beitragsschätzungen für die Ingelner Straße Am Holztor deutlich nach oben korrigierte.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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