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Winzerfest mit laufenden Panzerknackern

Alt-Laatzen Winzerfest mit laufenden Panzerknackern

Von Freitag bis Sonntag hat sich der Park am Alten Rathaus in einen gut besuchten Weingarten verwandelt. Acht Winzer von der Deutschen Weinstraße haben zahlreiche Flaschen entkorkt. Diese kamen auch bei Weinprinzessin Tanja gut an, die an jedem Stand mindestens ein Gläschen kostete.

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Wirtschaftsförderer Jörg Schmidt, Weinprinziessin Tanja Huber und die stellvertretende Bürgermeister Britt Wischhusen stoßen beim Winzerfest an.

Quelle: Stephanie Zerm

Alt-Laatzen. "Das gehört zu meinem Amt dazu", sagte die 24-Jährige lachend und gestand: "Als Weinprinzessin muss man schon trinkfest sein." Damit der Weinkonsum allerdings nicht zu unerwünschten Ausfällen führt, wendet Tanja Huber einen Trick an. "Zwischendurch trinke ich immer Wasser und esse etwas." Deftige Kleinigkeiten gab es beim Winzerfest reichlich. Das Team vom Treffpunkt Alt-Laatzen um Wirtin Bettina Göttig bot zahlreiche Speisen an.

Um die musikalische Unterhaltung kümmerten sich die Weinfest-Diskjockeys Dirk Bantelmann und Jens van Vürden. Am Samstagabend sorgten außerdem die Tänzerinnen von Art of Dance für Stimmung.

Hunderte Besucher genossen die lauschige Atmosphäre auf der Wiese vor dem Alten Rathaus, saßen unter den großen Bäumen und kosteten die edlen Rebensäfte. "Trotz einiger Schauer war die ganze Zeit etwas los", freute sich Jörg Schmidt von der Stadt Laatzen, die das Winzerfest bereits zum 23. Mal präsentierte. Das Besondere daran: "Jeder der Stände wird von einem Winzer betrieben und nicht von Weinhändlern wie es bei vielen Weinfesten der Fall ist." Auch könne sich niemand für einen Stand bewerben. "Wenn ein Winzer ausfällt, entscheiden die anderen Winzer darüber, wer seinen Stand übernimmt."

Dass das Fest überhaupt zustande kam, ist einem Zufall zu verdanken. "Vor mehr als 20 Jahren machte der damalige Laatzener Stadtdirektor Gottfried Gensch Urlaub auf einem Weingut in dem kleinen Ort Gleisweiler in der Südpfalz. Dort berichtete ihm der Winzer Fritz Kost, dass er vor kurzem mit einem Stand auf dem Weinfest in Hannover war. "Daraufhin lud mich Herr Gensch ein, doch auch einmal in Laatzen so etwas zu veranstalten", erinnert sich Fritz Kost, der seitdem das Laatzener Fest mit befreundeten Winzern organisiert und jedes Jahr mit einem eigenen Stand dabei ist.

"Mittlerweile gehört das Fest zu Laatzen einfach dazu und zieht Gäste aus der gesamten Region an", sagt Jörg Schmidt. Und ein Ende ist nicht absehbar. "Ich werde auch weiterhin nach Laatzen kommen, denn hier ist es einfach wunderschön", sagt der 69-jährige Fritz Kost.

Spaßkostüme beim Laatzen-Leine-Lauf

Verbunden hat die Stadt das Fest wieder mit dem Laatzen-Leine-Lauf am Freitagabend. Der ist in seiner 13. Auflage etwas geschrumpft: Dass nur 455 Teilnehmer, und damit 30 weniger als vor Jahresfrist, auf den Strecken zwischen 3,5 und zehn Kilometer das Ziel am alten Rathaus erreichen, schob Cheforganisator Jörg Schmidt auf das Wetter. „Das heftige Gewitter am Mittag hat doch einige abgehalten. Sonst wären es über 500 geworden“, vermutete Schmidt. Zufrieden waren aber fast alle – auch Stefan Zimmermann gehörte dazu. Der Vorsitzende der SpVg Laatzen lief im Panzerknacker-Kostüm und genoss seine 3,5 Kilometer ausgiebig. Denn er brauchte bei 23:27 Minuten nur etwas weniger als Sieger Weldaj für die dreimal so lange Strecke.

Über 40 Streckenposten der Sportlichen Vereinigung Laatzen sorgen dafür, dass alle Läufer den ausgewiesenen Weg ins Ziel finden. Besonders viel Engagement legen auch einige Laatzener Flüchtlinge an den Tag. Sie liefen nach der 3,5 Kilometer-Strecke noch die 6,5 Kilometer ohne Zeitnahme mit.

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Fotostrecke Laatzen: Winzerfest mit laufenden Panzerknackern

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Von Stephanie Zerm und Matthias Abromeit

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