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Auf dem Pflugplatz geht es hoch hinaus

Ingeln-Oesselse Auf dem Pflugplatz geht es hoch hinaus

Hunderte Besucher haben am Sonnabend auf dem Pflugplatz in Ingeln ein fröhliches Fest gefeiert. Musikgruppen unterhielten die Besucher, bei Bratwurst, Bier und Pommes kamen viele gute Gespräche zustande. Die Dreschmaschine von 1902 wurde zwar angeworfen - sie funktionierte allerdings nicht richtig.

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Das Fest auf dem Pflugplatz in Ingeln ist am Sonnabend sehr gut besucht. Unter anderen sind die Kletteraktion und die Dreschmaschine aus dem Jahr 1902 Höhepunkte der Feier.

Quelle: Daniel Junker

Ingeln-Oesselse. Das Fest auf dem Pflugplatz, das der Arbeitskreis Dorfbrunnenplatz alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Ortsteil Ingeln organisiert, hat sich mittlerweile offensichtlich als fester Bestandteil des Dorflebens eingeschrieben. Hunderte von Besuchern feierten am Nachmittag bei mal sonnigem, mal bedecktem, aber immerhin durchgehend trockenem Wetter.

Die Kinder erfreuten sich insbesondere an den Spielen, die die Jugendfeuerwehr für die jungen Besucher organisiert hatte. Ein Höhepunkt für die Jungen und Mädchen war die Aktion von Martin Windisch: Der Besitzer einer Baumpflegefirma hatte an einem Baum zahlreiche Kletterseile angebracht, an denen sich die Kinder gesichert in luftige Höhen emporschwingen konnten. Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem der Volkschor Ingeln und das Freie Fanfarenkorps Alt-Laatzen.

Um 16.30 Uhr warfen Dieter Schwedhelm, Kurt Wolters und Ortsbürgermeister Heinrich Hennies eine alte Dreschmaschine aus dem Jahr 1902 in Gang, die von einem ebenfalls nicht ganz jungen Deutz-Traktor angetrieben wurde. Neugierig schauten die Besucher dem schnaufenden Arbeitsgerät zu. Zwar kam letztendlich kein Korn in die bereitgestellten Säcke - im Inneren der Maschine funktionierte offenbar etwas nicht - die Besucher hatten dennoch viel Freude an der Vorführung. Hennies kündigte an, bei einem kommenden Fest im Ort noch einmal einen Versuch starten zu wollen.

Bei Landwirt Andreas Aue weckte die Dreschmaschine alte Erinnerungen. Sein Veter August war im Jahr 1958 mit dem ersten selbstfahrenden Mähdrescher im Landkreis über die Felder gefahren. "Mit einer Maschine wie dieser alten hier war das richtige Knochenarbeit", berichtete er aus alten Zeiten.

Zukünftige Gestaltung der Feier ist ungewiss

Wie es in den nächsten Jahren mit den April-Festen auf dem Pflugplatz und auf dem Dorfbrunnenplatz weitergeht ist ungewiss: "Wir müssen uns zusammensetzen und schauen, wir wir die Feste in Zukunft gestalten können", sagt Heinrich Hennies, Ortsbürgermeister und Mitglied des Arbeitskreises Dorfbrunnenplatz. Zusammen mit Wilhelm Abmeyer und Hans-Ulrich Matussek hatte er die beliebten Feiern in den vergangenen Jahren organisiert. "Wir werden und können das nicht ewig weitermachen, die Organisation muss mal in jüngere Hände", meint Hennies.

Der Arbeitskreis wünsche sich eine Feier, an dessen Organisation und Durchführung auch die Vereine und Verbände im Ort stärker eingebunden sind. "Wir sind mit dem Fest wieder sehr zufrieden, aber man müsste das auf breitere Beine stellen. Es könnte sich zum Beispiel eine neue Initiative gründen, die das macht", sagt Hennies. "Eventuell sollten wir ein gemeinsames Fest für den ganzen Ort finden." Seiner Ansicht nach könnte dafür der Sportplatz des TSV Ingeln-Oesselse ein geeigneter Ort sein - die Feiern auf dem Pflugplatz und dem  Dorfbrunnenplatz wären dann Geschichte. Entschlossen sei laut Hennies noch nichts, "wir werden aber über andere Konzepte nachdenken müssen". Der Arbeitskreis will darüber beraten und sich auch mit den Helfern in Verbindung setzen. 

Ein Problem seien auch die Gebühren der Gema, die für die Veranstaltung fällig werden. "Wir haben die ganze Arbeit, die Gema nimmt uns aber den Beitrag weg, den wir eigentlich für den Ort leisten wollen", meint der Ortsbürgermeister. Unter dem Strich bleibe so kaum etwas für die Dorfgemeinschaft über.

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Von Daniel Junker

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