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Jugendfeuerwehr feiert ihren 50. Geburtstag

Laatzen-Mitte Jugendfeuerwehr feiert ihren 50. Geburtstag

Mehrere hundert Besucher sind am Sonnabend zum Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr Laatzen gekommen, den die Einsatzkräfte rund um die Feuerwache am Sankt-Florian-Weg organisiert hatten. Grund für das große Fest: Die Laatzener Jugendfeuerwehr feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.

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Die Freiwillige Feuerwehr Laatzen präsentiert sich am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Hunderte Besucher sind am Sonnabend bei zwar frischen, aber dennoch sehr sonnigem Wetter zum Tag der offenen Tür gekommen, den die Freiwillige Feuerwehr Laatzen im großen Stil organisiert hat - schließlich feiert die Jugendfeuerwehr in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.

Die jungen Helfer im Alter von 10 bis 16 Jahren präsentierten sich dem entsprechend ebenfalls auf dem Gelände am Sankt-Florian-Weg: An einigen Ständen konnten sich die Besucher über den Brandbekämpfer-Nachwuchs informieren, und natürlich standen viele der Zehn- bis 16-Jährigen für Fragen zur Verfügung.

Aber auch über die Jugendfeuerwehr hinaus konnten die Besucher des Tags der offenen Tür einiges erleben: So zeigten die erwachsenen Einsatzkräfte, wie sie bei einem Unfall eingeklemmte Fahrer aus ihren Autos befreien. Zudem simulierten die Helfer eine Fettexplosion in einem ausgedienten Verkaufsstand aus Holz.

Zwei Einsatzkräfte in Schutzmontur steckten dafür einen 1,5-Liter-Bottich mit Fett in Brand, kurz darauf schütteten sie 0,2 Liter Wasser in die Flammen. Was dann passierte hätte wohl kaum einer der Zuschauer erwartet: Bitten Bruchteilen von Sekunden stieg eine riesige Stichflamme aus der Hütte hervor. "Das wäre auch in ihrer Küche passiert, falls sie das brennende Fett auf dem Herd mit Wasser gelöscht hätten", warnte der stellvertretende Ortsbrandmeister Sebastian Osterwald, der die simulierten Einsätze kommentierte.

Zudem konnten sich die Besucher die Einsatzfahrzeuge und die Feuerwache anschauen. In derr Halle versorgten die Helfer ihre Gäste mit Gulaschsuppe, Kuchen und Getränken.

Am Nachmittag startete ein Wettbewerb "Alt gegen Jung", bei dem Mitglieder der Jugendfeuerwehr gegen ihre erwachsenen Kameraden antraten. Um 16.45 Uhr präsentierte sich die Jugendfeuerwehr mit einer Einsatzübung.

Zu Besuch waren auch sechs Mitglieder der befreundeten Jugendfeuerwehr aus Hofbieber. Sie waren morgens angereist, am Abend ging es wieder zurück nach Hessen.

Jugendfeuerwehr bereitet Nachwuchs auf den aktiven Dienst vor

Gegründet wurde die Jugendfeuerwehr im Frühjahr 1965, nachdem sich die Gemeinden Laatzen und Grasdorf zusammengeschlossen hatten. Infolge dessen wurde 1964 auch die Feuerwehr neu strukturiert. Zur Gründung einer Jugendfeuerwehr wurden Schüler der Grasdorfer und Laatzener Schulen in die Feuerwache an der Kronsbergstraße eingeladen, bei der Gründung hatte die Jugendfeuerwehr bereits 21 Mitglieder.

Am 28. April 1965 begann die Laatzener Feuerwehr schließlich mit der Ausbildung ihres Nachwuchses. Die Leitung übernahm Brandmeister Georg Pfeiffer, als Betreuer stellte sich Udo Schild zur Verfügung. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte damals auch der heutige Hauptbrandmeister Dirk Kröger. Er wurde am Sonnabend im Rahmen des Tags der offenen Tür vom Abschnittsleiter der Regionsfeuerwehr Eric Pahlke für seine 50-Jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Derzeit gehören der Jugendfeuerwehr 23 Mitglieder im Alter von zehn bis 16 Jahren an. Sechs von ihnen wechseln in Kürze in den aktiven Dienst: Ab einem Alter von 17 Jahren dürfen sie sich an den regulären Einsätzen beteiligen.  Nachwuchs aus der Kinderfeuerwehr steht schon bereit.

An jedem Freitag üben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr für den zukünftigen aktiven Dienst. In der Grundausbildung vermitteln die Betreuer den Jungen und Mädchen Kenntnisse in Geräte- und Fahrzeugkunde, die sie später bei Einsätzen benötigen. „Wir zeigen zum Beispiel technische Hilfeleistungen und simulieren Löschangriffe“, sagt Gunnar Krone, der die Laatzener Jugendfeuerwehr seit drei Jahren anführt. Darüber hinaus stehen Freizeitaktivitäten wie Zeltlager oder Besuche – jüngst zum Beispiel bei der Berufsfeuerwehr Bremen – auf dem Plan.

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Von Daniel Junker

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