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Helfer für Flüchtlinge gründen Trägerverein

Laatzen-Mitte Helfer für Flüchtlinge gründen Trägerverein

Das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen hat ab sofort einen Trägerverein. 15 Gründungsmitglieder wählten am Montagsabend die im Netzwerk engagierte SPD-Ratsfrau Petra Herrmann zur Vorsitzenden. Neben den nächsten Arbeitsschritten stellte sie auch den vorläufigen Kostenplan vor.

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Die Vorsitzende Petra Herrmann (von links) mit ihrer Stellvertreterin Silke Rehmert und den drei Beisitzern Gerd Braun, Gabi Hecht und Karen Korff.

Quelle: Köhler

Laatzen-Mitte. Der offizielle Vereinsname lautet "Netzwerk für Flüchtlinge – Trägerverein". Die für die Gründung notwendigen sieben Unterschriften kamen am Montag problemlos zusammen, auch wenn nur etwa jeder Zweite der 26 Anwesenden auf der Liste für den Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht unterschrieb.

Zu Herrmanns Stellvertreterin wählten die Mitglieder Silke Rehmert aus Gleidingen. Die drei Beisitzer des Trägervereins sind Gerd Braun (Grasdorf), Gabi Hecht (Laatzen-Mitte) und Karen Korff (Heisede). Während die beiden Beisitzerinnen Sprecherinnen der AG-Sprache sind, engagiert sich Braun in der AG Einzelbetreuung.

Wie schon beim großen Netzwerktreffen vor einer Woche betonte Herrmann, dass der Trägerverein das Netzwerk unterstützen wolle - beispielsweise beim Einwerben von Spenden und der Finanzierung von Aktionen. Bisher ist dies nur eingeschränkt und auf umständlicherem Wege über die Stadt möglich. Darüber hinaus gelte es, die Hilfe für die wachsende Zahl an Flüchtlingen in Laatzen zu beschleunigen und zu optimieren.

"Ich wünsche mir, dass das Netzwerk weiter von möglichst vielen Menschen getragen wird", sagte Bürgermeister Jürgen Köhne. Gleichwohl sei es gut, Strukturen für das Netzwerk zu bilden, um dessen Arbeit zu optimieren. Darauf ist auch das Rathaus angewiesen: Einige Mitarbeiter dort, so hatte es Teamleiter Thomas Schrader beim Netzwerktreffen betont, arbeiteten schon "am Rande der Belastung".

Der Vorstand des Trägervereins werde eng mit den AG-Sprechern des Netzwerks sowie den Flüchtlingssozialarbeiterinnen kooperieren, betonte Herrmann, die sodann auf den Kostenplan und die angestrebte halbe Stelle zu sprechen kam. "Was wir an Koordination im Netzwerk brauchen, um die Sozialarbeiterinnen zu entlasten, überfordert jeden, der versucht es ehrenamtlich zu machen." Idee sei es, eine halbe Stelle für eine Geschäftsführung einzurichten und entsprechend zu dotierten, damit diese "professionell, selbständig und zuverlässig in ausreichender Qualität" arbeiten könne.

Bei Vorgesprächen mit Stadtrat Stefan Zeilinger und Bürgermeister Köhne sei zudem eine feste Anlaufstelle als sinnvoll erachtet worden, so Herrmann. Die anzumietenden Geschäftsstellenräume mit kleinem Lager und Besprechungsraum könnten in unmittelbarer Nähe des Rathauses liegen.

Unterm Strich stehen im vorläufigen Kostenplan 13.310 Euro für dieses Jahr ab 1. November (Herrmann: "eine optimistische, aber realistische Möglichkeit") und 45.660 Euro fürs nächste Jahr. Bei der Finanzierung bemühe sich der Verein um Fördermöglichkeiten, sagte die Vorsitzende. Außer der institutionellen Förderung seitens der Stadt – der Verwaltungsvorstand gab bereits positive Signale – seien noch andere Geldquellen zu prüfen.

Die nächste Mitgliederversammlung im Rathaus ist am Donnerstag, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr.

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Gründungsversammlung im Rathaus: Bürgermeister Jürgen Köhne leitete vor der Wahl des Vorstandes die Versammlung. Von 26 Anwesenden erklärten sich 15 zu Mitgliedern.

Quelle: Köhler
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