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Horteröffnung: Ein Tag voller Gewinner

Ingeln-Oesselse Horteröffnung: Ein Tag voller Gewinner

Die Begeisterung war groß: Der TSV Ingeln-Oesselse, die Stadt Laatzen und das Deutsche Rote Kreuz haben am Sonnabend den neuen Hort im TSV-Vereinsheim eröffnet. Bürgermeister Jürgen Köhne lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und die ehrenamtliche Leistung des Vereins.

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Die TSV-Vorsitzenden Norbert Fischer (zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Christoph Dreyer (dritter von rechts) eröffnen gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Köhne und weiteren Gästen den Hort im Vereinsheim. 

Quelle: Tobias Lehmann

Ingeln-Oesselse. "Es gibt Planungen, die dauern länger, als dieses ehrenamtlich ausgeführte Projekt", sagte Bürgermeister Jürgen Köhne bei der Eröffnungsfeier. Konkret: Von der ersten Planung bis zur Fertigstellung der beiden Räume für die neue Hortgruppe verging nur etwas mehr als ein Jahr. 

Es war Ende 2015, als der stellvertretende TSV-Vorsitzende Christoph Dreyer erfahren hat, dass möglicherweise eine Hortgruppe in der Alten Schule in Ingeln-Oesselse eröffnet werden soll. "Wir brauchten mehr Hortplätze und hatten keine Räume zur Verfügung", sagte Köhne. Doch optimal wäre diese Wahl nicht gewesen. Die Kinder hätten mehr als einen Kilometer von der Grundschule zum neuen Hort laufen müssen. Das Vereinsheim liegt hingegen direkt gegenüber der Grundschule.

Dreyer hat sich daraufhin mit seinen Vereinskollegen überlegt, zwei Räume des Clubhauses für eine vom DRK betriebene Hortgruppe zur Verfügung zu stellen. Das hatte auch Vorteile für den Verein. "Das Haus musste sowieso saniert werden und so haben wir zahlreiche Förderungen unter anderem vom Land, von der Stadt und von der Region Hannover bekommen", sagte Dreyer. Nachdem die politischen Gremien der Stadt zugestimmt hatten, begann Vereinsmitglied Wolfgang Feldner mit der Detailplanung. Für den Hort stehen jetzt ein 50 Quadratmeter großer Raum zur Hausaufgabenbetreuung und ein weiterer 40 Quadratmeter großer Gruppenraum zur Verfügung, die ab Montag, 3. April, von den Kindern besucht werden. Die Räume können auch von den Mitgliedern des Vereins genutzt werden. "Meist sind die Kinder bis zum Nachmittag in den Räumen und wir erst abends", sagte Dreyer. Details können abgesprochen werden. 

Die Liste der Danksagungen war lang. Doch Dreyer hob drei Beteiligte besonders hervor und überreichte ihnen auch ein kleines Geschenk: Projektplaner Wolfgang Feldner, TSV-Geschäftsführer Mark Binder und Stadtplanerin Ulrike Boettcher. Auch die Leiterin des DRK-Kindergartens, Heike Holstein, freute sich. "Wir mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Kinder ablehnen, weil wir keine Plätze mehr hatten. Das wird jetzt nicht mehr so sein", sagte sie. Insgesamt stehen dem DRK in Ingeln-Oesselse jetzt 55 Kindergarten- und Hortplätze zur Verfügung. In der neuen Hortgruppe im TSV-Vereinsheim sollen bis zu 20 Kinder betreut werden.

Lob für das Projekt gab es auch von Dagmar Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Regionssportbunds. "Hier haben drei Parteien zusammen gearbeitet und alle sind Gewinner", sagte sie und meinte den Sportverein, die Stadt und das Deutsche Rote Kreuz. Das könne auch ein gutes Beispiel für andere sein. "Es gibt viele Vereine, die ebenfalls ein sanierungsbedürftiges Clubhaus haben und kein Geld für eine Modernisierung. Der TSV Ingeln-Oesselse hat gezeigt, wie es doch gelingen kann", sagte Ernst.

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Im Vereinsheim des TSV Ingeln-Oesselse ist jetzt eine Hortgruppe untergebracht. 

Quelle: Tobias Lehmann
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