Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Im Zentrum entstehen 60 neue Wohnungen

Laatzen-Mitte Im Zentrum entstehen 60 neue Wohnungen

Die Entscheidung ist gefallen: Die THI Holding aus Hannover bekommt den Zuschlag für die geplante Wohnbebauung an der Senefelderstraße in Laatzen-Mitte. 39 der 60 geplanten Wohneinheiten auf dem bislang städtischen Grundstück sollen Sozialwohnungen werden. Baubeginn soll 2018 sein.

Voriger Artikel
500 Besucher sehen AES-Schulmusical "Beste Feinde"
Nächster Artikel
Stadt hält vorerst an Sammelunterkünften fest

Der Gebäudekomplex von der Mergenthalerstraße aus betrachtet: Die Mietwohnungen an den beiden Kopfenden im Vorder- und Hintergrund erhalten größere Fenster, im Riegel dazwischen entstehen geförderte Sozialwohnungen mit flexiblen Grundrissen.

Quelle: Dorndorf/Büro Lindschulte

Laatzen-Mitte. Die Stadt hatte das knapp 4800 Quadratmeter große Grundstück, das von Erich-Panitz-, Senefelder- und Mergenthalerstraße umgeben ist, im Frühjahr 2016 bei einer Zwangsversteigerung gekauft. Im Anschluss wurde ein zweistufiger Wettbewerb ausgelobt, bei dem sich Bauherren bewerben konnten. Die Vorgabe: Mindestens zur Hälfte sollen Sozialwohnungen entstehen.

Zuletzt waren noch vier Bewerber in der engeren Wohl, von denen sich am Ende die THI Holding aus Hannover bei der anonymisierten Jury-Bewertung als "eindeutiger Sieger" durchsetzte, wie Stadtbaurat Axel Grüning am Mittwoch bei der Vorstellung der Pläne betonte.

THI plant dort einen fünf- bis sechsgeschossigen Riegel, der - parallel zur Senefelderstraße - in Ost-West-Richtung verläuft. Während dieser Baukörper aus Sozialwohnungen bestehen soll, will THI in den Kopfbauten an den beiden Enden des Komplexes frei finanzierte - also nicht öffentlich geförderte - Mietwohnungen errichten. Insbesondere der Gebäudeteil an der Erich-Panitz-Straße soll "im Sinne der öffentlichen Wahrnehmung ein Gesicht" bekommen, wie Architekt Matthias Boddin vom Büro Lindschulte erläutert: Dort wird das Gebäude nicht nur vorgerückt, sondern auch siebengeschossig. Durch den direkten Anschluss an das benachbarten Wilkening-Pflegeheim ergebe sich für den Innenhof eine Lärmschutzwirkung.

Die wärmegedämmte Fassade ist von Putz und vor allem im Bereich der nicht geförderten Wohnungen von großen, bodentiefen Fenstern geprägt, Fassadenelemente aus Keramik oder Holz sollen die Ansicht aufwerten. Alle Wohnungen erhielten Loggien oder Terrassen und seien barrierefrei erreichbar. Elf Wohnungen sind rollstuhlgerecht geplant, wobei der Grundriss eine Aufstockung dieses Anteils ermögliche. Die insgesamt 80 Stellplätze soll in einer Tiefgarage untergebracht werden, die von der Mergenthalerstraße aus angefahren werden kann. Auf der Nordseite sollen möglichst viele Bäume erhalten bleiben und ein Grünstreifen als öffentlich zugänglicher Aufenthaltsbereich angelegt werden.

Geplant sind vor allem Ein- bis Vierzimmerwohnungen, in den oberen Geschossen seien bis zu sechs Zimmer möglich, sagt Boddin. Die Sozialwohnungen werden - gemäß den gesetzlichen Vorgaben - zwischen 36 und 104 Quadratmeter groß, die frei vermieteten Wohnungen umfassen zwischen 60 und 136 Quadratmeter. Insgesamt betrage die Wohnfläche 5600 Quadratmeter, davon entfallen 2600 Quadratmeter auf den Sozialwohnungsbau.

Eine Besonderheit sind die flexiblen Grundrisse: Je nach Bedarf lassen sich die Wohnungsgrößen variieren - für Stadtplanerin Gabriele Beel einer der ausschlaggebenden Punkte, mit dem der Entwurf überzeugt habe. "So lässt sich unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht werden", sagt Beel. Ein Plus seien auch die beiden im Erdgeschoss geplanten Gemeinschaftsräume für Feiern und Versammlungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken sollen.

Stadt und THI wollen nun in Gesprächen den Zeitplan der weiteren Planung abstimmen. Die Stadt will in nächster Zeit den Bebauungsplan passgerecht ändern, so dass das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2018 mit dem Bau beginnen könnte. THI-Geschäftsführer Thomas Hoppe schätzt die Bauzeit auf 12 bis 14 Monate, die Fertigstellung wäre dann Ende 2019/Anfang 2020 möglich.

Die späteren Mietpreise stehen bislang nur im Sozialwohnungsbau fest, wo eine Miete von 5,60 Euro pro Quadratmeter aufgrund der Förderrichtlinien festgelegt ist. Die Preise der übrigen Wohnungen hingen von den weiteren Planungen, der Mietpreis- und Baukostenentwicklung ab, sagt Hoppe. "Das werden wir erst während der Bauphase festlegen können." Er glaube aber nicht, dass sich Mieten von zwölf Euro und mehr durchsetzen ließen, ergänzt er in Anspielung auf Preise, die aktuell vielerorts in Hannover verlangt werden. Die Vermarktung werde nicht vor Mitte/Ende 2018 beginnen.

Bebauung ist bereits das fünfte THI-Projekt in Laatzen

Die THI Holding hat in Laatzen bereits mehrere Bauprojekte umgesetzt. Das bekannteste ist die Erweiterung der Leine-Centers am Standort des ehemaligen Hertie-Gebäudes im Jahr 2011, kurz darauf folgten die Laatzen-Arkaden daneben. In den Jahren zuvor hatte THI bereits das Turm-Center sowie das Fujitsu-Siemens-Gebände in Alt-Laatzen errichtet. War das Unternehmen früher noch auf Geschäftsbauten spezialisiert, ist es seit fünf Jahren auch im Wohnungsbau aktiv, wie Geschäftsführer Thomas Hoppe erläutert. An der Stöckener Weizenfeldstraße entstünden derzeit erstmals auch Sozialwohnungen in THI-Regie.

doc6vdc6ltlm0i1ajf7ua3w

Fotostrecke Laatzen: Im Zentrum entstehen 60 neue Wohnungen

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xgftqvwwqpm4nsz6y7
Mieter kämpft gegen Schimmel in der Wohnung

Fotostrecke Laatzen: Mieter kämpft gegen Schimmel in der Wohnung