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Illegale Sperrmüllablagerungen häufen sich

Laatzen-Mitte Illegale Sperrmüllablagerungen häufen sich

In Laatzen-Mitte wird offenbar immer öfter illegal Sperrmüll am Straßenrand abgelegt. Mehrere Bürger hatten sich in den vergangenen Wochen bei dieser Zeitung beschwert, auch bei der Stadtverwaltung häufen sich die Meldungen. Die Behörde hat seit März bereits neun Ordnungswidrigkeiten angezeigt.

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An der Kreuzung der Langen Weihe zum Lortzingmüll wird seit Jahren immer wieder illegal Sperrmüll abgelegt.

Quelle: privat

Laatzen-Mitte. Dass neben der Wertstoffinsel an der Ahornstraße immer wieder illegal Müll abgeladen wird, ist für Wolfgang Richter nichts Neues. "Aber so etwas habe noch nicht gesehen", sagt der Grasdorfer. Offenbar in der Nacht zu Montag haben Unbekannte dort eine komplette Sofagarnitur abgeladen. "Die müssen mit einem Lastwagen unterwegs gewesen sein, um das abzustellen." Daneben lagen eine Reihe von Müllbeuteln. "Das reinste Rattennest, das ist unerträglich", findet Richter.

Dass sich Fälle wie dieser derzeit häufen, hat auch die Laatzener Stadtverwaltung festgestellt. "In den vergangenen Wochen haben sich die Meldungen über Sperrmüllablagerungen insbesondere in Laatzen-Mitte überdurchschnittlich gehäuft", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. 84 Meldungen seien allein seit Anfang März bei der Stadt eingegangen - elf davon allein in den vergangenen 14 Tagen. In 19 Fällen musste die Stadt sogar kostenpflichtige Expressabfuhren beauftragen, weil der Straßenverkehr gefährdet war. Jede einzelne kostet den Steuerzahler 96 Euro, die die Stadt für die Entsorgung aufbringt.

An einigen Stellen stapelt sich der Müll schon am Tag nach der Abholung wieder in die Höhe. Das hat auch Olu Arigbabu bemerkt - dem Laatzener ist der illegal abgestellte Müll seit Jahren ein Dorn im Auge. So ist die Kreuzung Lange Weihe / Lortzingweg seit Jahrzehnten immer wieder verdreckt. "Ich habe sogar schon gesehen, wie Leute mit ihrem Auto vorgefahren sind und den Sperrmüll einfach auf die Straße gestellt haben." Kaum wird der Müll vom Abfallentsorger Aha abgeholt, liegt schon wieder neuer Unrat da. Da Aha laut Brinkmann bis zu drei Wochen für eine von der Stadt beauftragte Abholung benötigt, kommen in dieser Zeit schon wieder neue Dinge hinzu.

Der Stadtsprecher kann nicht nachvollziehen, warum der Müll nicht gleich zum Wertstoffhof gebracht wird. "Die Sachen wurden ja sowieso schon aufs Auto geladen." Privatpersonen können ihren Sperrmüll dort kostenfrei entsorgen.

Die Stadt Laatzen steht mit diesem Problem nicht alleine da. "Das Problem gibt es in der ganzen Region", glaubt Brinkmann. Bürgermeister Jürgen Köhne will den illegalen Müll jetzt zur Chefsache machen. „Ich werde gemeinsam mit meinen Bürgermeisterkollegen, mit der Region und dem Abfallentsorger Aha nach Lösungen suchen“, kündigt der Verwaltungschef an. An eine schnelle Lösung glaubt aber auch Köhne nicht.

Das städtische Team Sicherheit und Ordnung sei seit Jahren aktiv, um den Verursachern auf die Spur zu kommen - teilweise auch mit Erfolg. "Die Stadtverwaltung hat seit März neun Ordnungswidrigkeiten angezeigt", sagt Brinkmann. Den Verursachern drohten Bußgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro.

Olu Arigbabu schlägt darüber hinaus vor, die Wohnungsgenossenschaften mit ins Boot zu holen. "Die wissen ja, wenn jemand in eine Wohnung einzieht oder dort auszieht. Wenn dann unangemeldeter Sperrmüll in der Nähe liegt findet man vielleicht auch den Verursacher."

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Vor der Wertstoffinsel an der Ahornstraße hat jemand sogar eine ganze Couchgarnitur entsorgt.

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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