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Unter Dürr ist Laatzen bunter geworden

Laatzen-Mitte Unter Dürr ist Laatzen bunter geworden

Bunt statt grau, Neubauten statt Brache: Laatzens Zentrum hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Stadtbaurat Albrecht Dürr hat jetzt erstmals erläutert, welche Pläne dem zugrunde lagen.

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„Als Stadtplaner war mir die Erich-Panitz-Straße besonders wichtig“, sagt Laatzens Stadtbaurat Dürr am Ende seiner Amtszeit.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Es ist noch gar nicht so lange her: Wenn man Bilder aus dem 2000er-Jahren betrachtet, fällt einem sofort auf, wie sehr sich Laatzens Zentrum seitdem gewandelt hat. Das Leine-Center war von Süden her durch den grauen Waschbeton von Hertie/Karstadt geprägt, von Norden her fuhren Autofahrer erst einmal am hässlichen Karstadt-Lager und der gegenüberliegenden Brachfläche vorbei, bis sich der Blick auf die Parkplatzwüsten des Einkaufszentrums öffnete.

Bunt statt grau, Neubauten statt Brache: Laatzens Zentrum hat sich unter der Ägide von Stadtbaurat Albrecht Dürr verändert.

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Inzwischen herrscht bunte Vielfalt, wie der scheidende Stadtbaurat Albrecht Dürr unlängst in einer Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit betont hat. „Blauer Bogen“ nennt Dürr den Abschnitt, der sich vom Beginn der Erich-Panitz-Straße bis hin zur Deutschen Rentenversicherung spannt - der Begriff stammt aus einer Ideenskizze, in der die Durchfahrt blau gekennzeichnet ist. Als er sein Amt angetreten hat, sagt Dürr, habe er sich zum Ziel gesetzt, die Verkehrsachse aufzuwerten. „Laatzens früherer Bürgermeister Erich Panitz soll ja mal gesagt haben: So, jetzt ist es fertig, jetzt braucht Ihr nur noch zu verwalten“, sagt Dürr. Bei seinem eigenen Amtsantritt habe er sich gefragt, warum es dann so viele ungenutzte Flächen gab. „Für mich war das nicht fertig, für mich war es ein Anfang, Neues zu entwickeln“.

Als Ziel habe er sich damals vorgenommen, private Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro entlang der Ortsdurchfahrt zu konzentrieren. Tatsächlich sind es 327 Millionen Euro geworden - einschließlich noch ausstehender Projekte. Zur Gesamtsumme zählen der Umbau des Leine-Centers für 36 Millionen Euro, die Laatzen-Arkaden (14,0), der Rewe-Einzug (7,4 Millionen) und der neue Bauhaus-Markt (22). Weitere Großprojekte sind die Rentenversicherung (67 Millionen) und die beiden Pflegeheime (jeweils 12 Millionen), sowie Wohnflächen in der zweiten Reihe entlang der Mergenthaler- und Gutenbergstraße (zusammen 41,5 Millionen). In Vorbereitung sind laut Dürr zudem Investitionen wie die Bebauung des Festplatzes (geschätzt 20 Millionen Euro) und das neue Wohngebiet auf der Altbau-Fläche der Rentenversicherung (55 Millionen Euro).

Die Neubauten haben Farbe ins Stadtbild gebracht. Der Waschbeton à la Hertie, Karstadt-Warenlager und Real ist Vergangenheit. Stattdessen ist eine stilistisch bemerkenswert einheitliche Farbigkeit in Laatzens Zentrum eingezogen: Dazu zählt das leuchtende Grün des Pflegeheims Anne Wilkening, dessen Kontrast zu den gegenüberliegenden Bauhaus-Kolonnaden heraussticht. Auch andere Neubauten folgen dem Muster „weißer Putz und knallige Farben“ - von Notebooksbilliger.de in Alt-Laatzen bis zum Mozartpark samt dem benachbarten Pflegeheim Margarethenhof. Er werde inzwischen darauf angesprochen, dass man in Laatzen-Mitte eine „besondere Handschrift“ erkennen könne, sagt Dürr dazu. Fakt ist: Das Grau der Siebzigerjahre ist auf dem Rückzug.

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