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In der Kita wird in mehreren Sprachen vorgelesen

Laatzen-Mitte In der Kita wird in mehreren Sprachen vorgelesen

"Wer hat mein Eis gegessen?" ist der Titel eines Kinderbuches, das auf Albanisch "Kush ma hëngi akulloren?" heißt. Wie für die Regenbogengruppe gab es am Montag auch für alle übrigen Jungen und Mädchen der Kita Marktplatz eine besondere Vorlesezeit auf Deutsch mit einer anderen Muttersprache.

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Vorlesezeit in zwei Sprachen: Erzieherin Susanne Fricke und der Vater Agron Krasniqi lesen in der Regenbogengruppe der Kita Marktplatz das Buch "Wer hat mein Eis gegessen?" auf deutsch und albanisch vor.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Er sei zunächst "ein bisschen aufgeregt" gewesen, alle hätten aber sehr gut zugehört, lobt Agron Krasniqi. Der Vater hatte der Regenbogengruppe die einzelnen Kinderbuchseiten auf Albanisch im Wechsel mit der Deutsch lesenden Erzieherin Susanne Fricke vorgetragen – und Spaß dabei. Auch die Mutter Rozita Mitrushi, die parallel dazu in einer anderen Kita-Gruppe auf türkisch die Bilderbuchgeschichte "Eine Kiste nichts" vorlas, genoss es, in der Kita in ihrer Muttersprache vorzulesen: "Es ist ein sehr schönes Gefühl."

Bei dem mit Eltern organisierten Angebot solle das Interesse am Lesen in den Familien geweckt werden, erzählt die kommissarische Kita-Leiterin Kerstin Postler. Doch das ist nicht alles. Auch gehe es um Wertschätzung und darum, kulturelle Vielfalt erfahrbar zu machen. Von den 65 Kinder der über ein Bundesprogramm geförderten Sprachkita Marktplatz wachsen viele zweisprachig auf. Insgesamt werden in der Einrichtung 17 Sprachen gesprochen. 

Anlässlich des Vorlesetages im November hatte es erstmals eine derartige Aktion in der Kita gegeben. Nach vielen positiven Rückmeldungen wurde für diese Woche – kurz nach dem Tag des Buches am Sonntag – zwei weitere Durchgänge organisiert, erklärt die Sprachförderkraft Helena Böhm. Am Mittwoch lesen Eltern auf Arabisch, Serbisch und Russisch vor. Weitere Termine gebe es zurzeit noch nicht, der Wunsch nach einem regelmäßigen Angebot ist gleichwohl da, wie die kommissarische Kita-Leiterin Postler berichtet: "Wir hoffen Vorlesepaten zu bekommen, die wöchentlich oder einmal im Monat lesen."

Von Astrid Köhler

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