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Behinderte wollen Beirat gründen

Laatzen Behinderte wollen Beirat gründen

Laatzen soll einen Behindertenbeirat bekommen. Der Initiativkreis Menschen mit Behinderung bereitet derzeit die Gründung eines solchen Gremiums vor. Der Beirat soll Ansprechpartner für Menschen mit Handicap sein und deren Interessen gegenüber der Stadt vertreten.

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Quelle: Daniel Karmann/dpa

Laatzen. Bislang gibt es mit dem Initiativkreis in Laatzen nur einen lockeren Zusammenschluss von Menschen, die sich für die Interessen Behinderter einsetzen. Die Runde hat weder einen offiziellen Vorsitzenden noch sind die Mitglieder gewählt.

Das soll sich nun ändern: Bei seiner jüngsten Sitzung haben sich die Mitglieder zur Gründung eines gewählten Behindertenbeirats für Laatzen entschlossen. Zuvor hatte sich Initiativkreis-Leiter Olaf Lichy mit der Behindertenbeauftragten der Region, Renate Conrad, in Verbindung gesetzt. "Wir haben damit endlich die Möglichkeiten, die wir brauchen, um nach vorne zu kommen", sagt Lichy. Ein Beirat könne einerseits Vertreter in Gremien wie das  Regionsforum für Behinderte zu entsenden. "Wir haben so auch die Möglichkeit, die Verwaltung zu beraten, bis wir einen Behindertenbeauftragten der Stadt haben", sagt Lichy, der selbst sehbehindert ist.

Voraussichtlich Mitte des Monats wollen die Initiatoren zu Kandidaturen für den Beirat aufrufen, der acht bis zwölf Mitglieder haben soll. Die eigentliche Gründungsversammlung mit Wahl ist für die Zeit nach den Osternferien angedacht. Bis dahin will der Initiativkreis eine Satzung erarbeiten. In den Beirat wählen lassen können sich alle Laatzener mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent sowie Eltern behinderter Kinder.

"Ich hoffe, dass sich mehr Menschen, die aktiv sind, bei uns beteiligen", sagt Lichy. Nicht vertreten seien etwa gehörlose Menschen, seelisch Behinderte, Menschen mit Schreibschwäche und Eltern von Kindern mit Einschränkungen.

Der Vorstoß fällt in eine Zeit, in der die Laatzener Politik über die Einsetzung eines Behindertenbeauftragten diskutiert. Lichy, der Mitglied der Rats-CDU ist, scheiterte unlängst mit einem Antrag, die Stelle auf Kosten des Bereichs Gleichstellung zu finanzieren. Stattdessen setzten sich SPD, Grünen und GLuP mit dem Vorschlag durch, zunächst ein Konzept zu erarbeiten. Dieses soll sicherstellen, dass Verwaltung und Politik Behindertenbelange "angemessen" berücksichtigen. Bis Mai soll Bürgermeister Jürgen Köhne ein solches Papier vorlegen. Der Beirat, so die Idee Lichy, könne dies begleiten.

Von Johannes Dorndorf

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