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Großes Interesse an neuem Flüchtlingsheim

Gleidingen Großes Interesse an neuem Flüchtlingsheim

Vom 15. Dezember an können bis zu 59 Flüchtlinge in das von der Stadt erworbene Hotel 64 einziehen. Das teilte die Stadt den Gleidingern am Dienstag bei einem Informationsabend mit und das Interesse war sehr groß.

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Das Interesse ist groß: Rund 150 Gleidinger sind zur Infoveranstaltung der Stadt zum neuen Flüchtlingsheim gekommen.

Quelle: Stephanie Zerm

Gleidingen. Rund 150 Gleidinger waren zu der Veranstaltung in die Grundschule gekommen, viele mussten stehen.

Voraussichtlich ab 15. Dezember können in dem ehemaligen Messehotel an der Hildesheimer Straße 513 die ersten Flüchtlinge einziehen, erklärte Stadtrat Stefan Zeilinger. Ein gemeinnütziger Betreiber werde die Flüchtlinge versorgen und betreuen, Sozialarbeiter, Aufsichtspersonal und einen Sicherheitsdienst stellen. "Im Eingangsbereich ist rund um die Uhr ein Ansprechpartner", so Zeilinger. Die Verhandlungen mit Betreiber stünden kurz vor dem Abschluss.

Wer genau in Gleidingen untergebracht wird, sei noch unklar, erklärte der Stadtrat auf Anfrage eines Gleidingers. Dies erführe die Stadt erst kurzfristig von der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig. Bei der Unterbringung werde darauf geachtet, welche Volkszugehörigkeiten die Flüchtlinge hätten, so dass es nicht zu Konflikten käme.

Trotz der überwiegenden Hilfsbereitschaft und Fragen danach, wie man die Flüchtlinge unterstützen könne, brachten einige Gleidinger auch ihre Ängste zum Ausdruck. Vor allem direkte Nachbarn sorgten sich um ihre Ruhe, einen möglichen Wertverlust ihrer Immobilien und ihre Sicherheit. "Ich habe Angst, dass eventuell neben meinem Grundstück ein Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim verübt wird", erklärte ein Anwohner.

"Die Polizei weiß um die Nutzung des Gebäudes und wird dies sicher entsprechend berücksichtigen", versuchte Köhne ihn zu beruhigen. Außerdem seien in dem Gebäude alle Brandschutzauflagen eingehalten und ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr vor Ort.

Köhne betonte: Die Flüchtlinge zu integrieren, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch nur als solche gelingen könne. Das brachte eine Gleidingerin am Ende der Veranstaltung auf den Punkt: "Es ist unsere Aufgabe, die Flüchtlinge zu integrieren. Und das geht nur, wenn man offen auf sie zugeht."

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Ortsbürgermeister Peter Jeßberger (von links), Bürgermeister Jürgen Köhne, Stadtrat Stefan Zeilinger und Steve Walke vom Team Soziales beantworten die Fragen der Gleidinger.

Quelle: Stephanie Zerm

Von Stephanie Zerm

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