Laatzen. Fünf tote Füchse hat Siegfried-Karl Guder kurz vor Weihnachten innerhalb einer Woche in der Leinemasch gefunden. Die vielen Fälle haben den Jagdpächter stutzig gemacht, ein verendetes Tier brachte er daher zur Untersuchung ins Veterinärinstitut Hannover.
Das Ergebnis liegt nun vor: Der junge Fuchs ist an akutem Herz-Kreislaufversagen in Verbindung mit einer Lungenentzündung gestorben. Auslöser dafür war aller Wahrscheinlichkeit nach eine Infektion mit dem Staupevirus. Die Krankheit kann auf Hunde übertragen werden, die Symptome ähneln denen der Tollwut.
„Die Hunde sollten nicht von der Leine gelassen werden“, rät Guder. Schließlich könne niemand wissen, wo die infizierten Füchse die Viren verteilt haben. Die toten Tiere lagen allesamt an Wegesrändern, verteilt auf das gesamte Maschgebiet. „Wie viele im Bau und im Unterholz verendet sind, sieht man nicht“, sagt der Jagdpächter. Die Dunkelziffer an erkrankten Tiere sei hoch, sagt er. Genaue Zahlen über die Fuchspopulation in der Leinemasch lägen nicht vor, zurzeit sei aber Ranzzeit, daher seien viele paarungsbereite Tiere unterwegs.
Dass die Staupe auch Füchse befällt, sei neu, sagt Guder. „Eigentlich ist das eher bei Hasen bekannt.“ Ursache könnten die langanhaltenden Nässeperioden der vergangenen Monate gewesen sein, durch die die Füchse geschwächt sind. Dadurch könne die Virusinfektion leichter ausbrechen. Guder rät Hundehaltern dazu, ihre Tiere unbedingt gegen Staupe impfen zu lassen, weil sich die Krankheit übertragen kann. Dazu seien sie ohnehin verpflichtet.
Auch die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) weist auf die Bedeutung der Schutzimpfung hin. Die Staupe sei nicht ausgerottet, heißt es dort. Die Krankheit trete immer mal wieder auf. Damit sich der Virus nicht weiter verbreiten kann, sollten Hunde auf jeden Fall geimpft werden. In der Regel bekommen die Hunde einer Mehrfachimpfung – außer gegen Staupe auch gegen Hepatitis, Leptospirose und als Viererkombi auch gegen Tollwut.
Sandra Schütte
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