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Kindern lernen Afrikas Kulturen kennen

Laatzen-Mitte Kindern lernen Afrikas Kulturen kennen

Bei einem einwöchigen Projekt haben die Vorschulkinder im Thomaskindergarten Einblicke in das Leben in Afrika bekommen. Der Musiker Leo Keita, der selbst aus Mali stammt, brachte ihnen mit Worten, Spielen, Musik und Bildern die Vielfalt seines Heimat-Kontinents näher.

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Der Musiker Leo Keita (Mitte) gibt den Jungen und Mädchen des Thomaskindergartens einen spielerischen Einblick in die Kulturen Afrikas. Beim Trommeln haben die Vorschulkinder besonders viel Spaß.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. Fröhlich schlagen die Jungen und Mädchen im Takt auf die Djembe-Trommeln. Leo Keita stimmt dazu mit der Gitarre ein Kinderlied an. "Wollt ihr tanzen?", fragt der gut aufgelegte Musiker - und schon hüpfen einige Kinder wie Flummis durch den Saal, während die anderen mit ihren Händen weiter die Trommelfelle bearbeiten. Die musikalische Einlage ist nur eine der vielen Aktionen, mit denen Keita den Kindern Afrika nähergebracht hat. "Das Trommeln macht ihnen immer besonders viel Spaß", berichtet der 55-Jährige, der bereits zum dritten Mal ein Projekt des Programms "Engagement global - Bildung und Entwicklung" im Thomaskindergarten anbot. "Die Kinder sind ganz fasziniert, wenn Leo Bilder aus Afrika zeigt und Geschichten erzählt", berichtet Erzieherin Monica Podnar.

Keita, der seit 14 Jahren in Deutschland wohnt, berichtet zum Beispiel vom Leben in den Städten und Dörfern seines Heimatlandes Mali. Er bringt die Musik und Essgewohnheiten näher und weist auf die gravierenden Unterschiede zwischen den Ländern hin. "Afrika ist nicht gleich Afrika", sagt Keita. "Einige Menschen in Südafrika haben zum Beispiel ziemlich viel Geld, manche Länder sind sehr arm. Im Gegensatz zu Europa gibt es dort aber oft viel weniger Stress. Statt auf die Arbeit wird mehr Wert auf das Zusammenleben gelegt."

Aufmerksam schauen sich die Kinder Dias an, die Keita mitgebracht hat. "Auf den Dörfern leben viele ohne Strom, ohne Fernseher, ohne Computer und ohne Waschmaschine", erzählt der 55-Jährige. "Das Kochen mit Holz dauert viel länger als bei euren Eltern." Auch die Schule sei ganz anders. "In vielen Dörfern müssen die Kinder ihre Stühle selbst mitbringen und auch wieder mit nach Hause nehmen. Die Kinder wollen lernen und nehmen dafür viel auf sich."

Viele Kinder in Afrika bastelten ihr Spielzeug und ihre Musikinstrumente zudem selbst. "An vielen Orten gibt es gar keine Läden, in denen man sich solche Sachen kaufen kann." Und schon basteln auch die Jungen und Mädchen des Thomaskindergartens kleine Tröten aus Klopapierrollen und Pergamentpapier. Am Freitag kreierten sie zum Abschluss noch einen afrikanischen Obstsalat mit Papaya, Mango und Kokosnüssen. 

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Von Daniel Junker

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