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Jungstörche beginnen mit ersten Flugversuchen

Grasdorf Jungstörche beginnen mit ersten Flugversuchen

55 bis 60 Tage – viel länger dauert es nicht, bis ein frisch geschlüpfter Storch so kräftig und gefiedert ist, um erste Flugversuche zu unternehmen. Am Nest in der Grasdorfer Leinemasch ist diese Zeit nun gekommen, weiß Hans-Jürgen Körber.

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Wachstumsschub innerhalb von zwei Wochen: Das Bild hat der dem Weißstorchbeauftagten der Region zuarbeitende Hans-Jürgen Körber am 5. Juni fotografiert. Der Altstorch unterscheidet sich noch deutlich von den Jungtieren. Auf dem Foto vom 19. Juni hingegen ist der Altstorch rechts kaum mehr zu unterscheiden und beginnen die Jungen schon mit dem Flügelschlag. Körber (2)

Quelle: Körber

Grasdorf. Der Laatzener steht im engen Austausch mit Reinhard Löhmer, dem Weißstorchbeauftragten der Region, und meldet regelmäßig seine Beobachtungen von Nester und Störchen in Laatzen, Wilkenburg, Wülfel und Ruthe.

In Grasdorf nun üben die beiden Ältesten der vier Jungstörche – ein fünfter wurde im Mai nur wenige Tage alt offenbar wegen Nahrungsmangel vom Altstorch getötet – seit etwa zwei Wochen. Der erste echte Ausflug samt Lehrstunde im Futtersuchen stehe nun bevor, sagt Körber. Die jüngeren Geschwister folgen dem Zeitpunkt der Brut entsprechend etwas später. Erst Anfang August sind die Jungstörche erfahrungsgemäß soweit, dass sie das elterliche Nest in der Leinemasch endgültig verlassen, so Körber.

Das zweite Nest, das von der Igel-Schutz-Initiative im März 2015 auf dem Dach des Igelzentrums Am Südtor installiert wurde, ist hingegen weiter leer, auch wenn sich dort am Wochenende zwei Störche niedergelassen haben, wie Leser Heinz-J. Vielhaber berichtet: "Es sah aus, wie bei einer Wohnungsbesichtigung und die Störche waren kurze Zeit in eine lebhafte Diskussion verwickelt, bevor sie wieder abflogen." Den Wunsch nach einem weiteren Pärchen dort relativiert Körber mit Verweis auf Löhmer. Seinerzeit sei von dem Anbringen des Nestes abgeraten worden. Weil es – anders als das in Alt-Laatzen – "keine zwei Kilometer weg" vom bestehenden Nest in der Leinemasch liegt, sind Konflikte um die im Jahresverlauf mitunter knappen Nahrungsvorräte in der Masch sowie Attacken auf die Brut zu befürchten.

"Die Landschaft sieht schön aus, ist aber anders als im Havelland oder Teilen Polens viel zu ausgeräumt", so Körber. Das Nahrungshabitat in dem Grasdorfer Umfeld duldet kein zweites Paar.

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Leser Heinz-J. Vielhaber hat die kurze "Wohnungsbesichtigung" zweier Störche auf dem Haus des Igelzentrums in Grasdorfer am vergangenen Wochenende mit der Handykamera festgehalten.

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Quelle: Heinz-J. Vielhaber

Von Astrid Köhler

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