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KGS bemängelt fehlende Digitalausstattung

Pattensen KGS bemängelt fehlende Digitalausstattung

Tablet-Computer und Whiteboards halten allmählich Einzug in Neidersachsens Schulen. Dass es für deren Einsatz allerdings noch bei der technischen Ausstattung hapert, wurde jetzt bei einem Rundgang in der KGS Pattensen mit den SPD-Landespolitikern Silke Lesemann und Stefan Politze deutlich.

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Stefan Politze (stehend), Silke Lesemann (Sechste von links) und Mirjam Gerull (stehend) informieren sich bei den 10G3-Schülern Katja (16, von links), Lina (15), Ann Kathrin (16), Leon (16) und Ann-Sophie (16) über Gruppenarbeit mit digitaler Unterstützung.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen. Direktor Andreas Lust-Rodehorst, seine Stellvertreterin Mirjam Gerull und die PC- und Internet-Administratorin Constance Albrecht berichteten den beiden Bildungspolitikern über moderne Unterrichtskonzepte und die Tücken, die den optimalen Einsatz der modernen digitalen Technik aktuell noch bremsen. Begleitet wurden sie dabei von Bürgermeisterin Ramona Schumann.

Im Auditorium des neu errichteten Schulbereiches erläuterte Mirjam Gerull am Beispiel der 10G3 das pädagogische Konzept. Schon jetzt werde in mehreren Lerngruppen ganz selbstverständlich mit Laptop, Tablet und Smartphone unabhängig voneinander am gleichen Thema gearbeitet.

Lust-Rodehorst und Albrecht haben allerdings auch Kritikpunkte: Aktuell habe man für jeden der 50 neuen Klassenräume ein digitales und beamerunterstütztes Whiteboard, das die klassische Kreidetafel ersetze. Aber es fehle an verlässlichem und starken WLAN und Internetzugang. „Für individuelle Lernwege müssen die Geräte auch funktionieren“, sagt Lust-Rodehorst. „Die nach dem Umbau dazu kommenden weiteren 40 digitalen Tafeln sowie die genutzten Laptops und Handys haben wir da noch gar nicht mit einberechnet“, ergänzt Gerull. Durch das hohe Datenaufkommen werde die bestehende Infrastruktur überlastet. Nötig seien Planstellen für hauptberufliche PC-Administratoren an den Schulen.

„Bei der KGS reichen zwei Vollzeit-Stellen da nicht für aus“, findet auch Schumann. Müssten sich die Kommunen darum kümmern, sehe sie finanzielle Probleme.

„Die Qualität der schulischen Bildung darf nicht von der Finanzsituation der Kommunen abhängig sein. Da sieht man, wie sinnlos das Kooperationsverbot ist. Nur weil Bildung Ländersache ist, wird verhindert, dass der Bund solche Vorhaben dauerhaft finanziert oder kofinanziert“, sagte Lesemann. Sie versprach, sich gemeinsam mit Politze nach dem Verbleib der aktuell vom Land zugesagten 14 Millionen Euro zur Digitalisierung zu erkundigen.

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Von Torsten Lippelt

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