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Doch keine Flüchtlingswohnungen am Kreuzweg

Alt-Laatzen/Laatzen Doch keine Flüchtlingswohnungen am Kreuzweg

Der geplante Neubau eines Mehrfamilienhauses am Alt-Laatzener Kreuzweg wird nun doch nicht zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Wegen der stark rückläufigen Zahlen sollen dort nun stattdessen Sozialwohnungen entstehen.

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Der ehemalige Bolzplatz am Kreuzweg wird neu bebaut. Allerdings kommen nun doch nicht primär Flüchtlinge unter - stattdessen werden Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen errichtet.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen/Laatzen. Eigentlich wollte die KSG Hannover im April mit dem Bau des geplanten Mehrfamilienhauses beginnen. Bis zu 40 Schutzsuchende sollten in den Räumen unterkommen, die nach zehn Jahren in Sozialwohnungen umgewandelt worden wären.

Das Vorhaben ist inzwischen teilweise Makulatur: Angesichts der rückläufigen Flüchtlingszahlen hat die KSG die Pläne in Absprache mit der Region und der Stadt Laatzen geändert. "Wir gehen gleich in Phase zwei über und schaffen preiswerten Wohnraum für alle Schichten der Bevölkerung", sagt KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range. Die Entscheidung dazu sei vor wenigen Tagen gefallen.

Auf dem Areal, das bislang als Bolzplatz genutzt wurde, sind nun zwölf Wohnungen mit jeweils zwei bis drei Zimmern geplant. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 50 und 85 Quadratmetern. Dank der öffentlichen Förderung werde die Miete bei 5,60 Euro pro Quadratmeter liegen, kündigt Range an. Voraussetzung sei ein Wohnberechtigungsschein.

Weil die KSG nun einen neuen Bauantrag stellen muss, verzögert sich der Baubeginn. "Sobald wir die Baugenehmigung haben, fangen wir an", sagt Range. Wenn alles nach Plan verlaufe, könnte es Ende Oktober oder Anfang November losgehen. Die Bauzeit  taxiert die KSG auf etwa zehn Monate.

Die Stadt begründet das Umdenken damit, dass der Bedarf an Plätzen zur Unterbringung von Flüchtlingen derzeit gedeckt sei. In den vier großen Sammelunterkünften der Stadt in Laatzen-Mitte, Ingeln-Oesselse, Gleidingen und Rethen seien derzeit sogar 40 Plätze frei - und die von der Region vorgegebene Quote von 392 aufzunehmenden Flüchtlingen in diesem Jahr hat Laatzen bereits erfüllt. Aktuell nehme die Stadt nur noch Menschen im Zusammenhang mit Familienzusammenführungen auf, sagt Stadtsprecherin Ilka Hanenkamp-Ley.

An den beiden Neubauvorhaben zur Flüchtlingsunterbringung hält die Stadt gleichwohl fest. An der Pestalozzistraße in Laatzen-Mitte entsteht derzeit eine Unterkunft für 60 Menschen, die bis Jahresende fertig werden soll. In Auftrag gegeben hat die Stadt zudem die Errichtung einer neuen Unterkunft für bis zu 130 Menschen neben dem bestehenden Flüchtlingsheim an der Hildesheimer Straße 305 in Rethen.

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Die Pläne der KSG Hannover für das Mehrfamilienhaus am Alt-Laatzener Kreuzweg werden derzeit angepasst.

Quelle: KSG
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