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Kapitalspritze soll VHS helfen

Defizit 2010 Kapitalspritze soll VHS helfen

Die Finanzprobleme der Leine-Volkshochschule sind erheblich größer als erwartet. 370.000 Euro fehlen allein im Geschäftsjahr 2010. Die Stadt Laatzen steuert nun 200.000 Euro bei, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Hemmingen und Pattensen müssen noch nachziehen.

Laatzen/Leinetal. Es geschah alles ganz plötzlich. Quasi in letzter Minute rutschte am Donnerstagabend der Tagesordnungspunkt Leine-VHS auf die Tagesordnung der Laatzener Ratssitzung. Diskutiert wurde zunächst hinter verschlossenen Türen, dann folgte öffentlich die Abstimmung: Bei einer Enthaltung stimmten alle Fraktionen für die Kapitalspritze zu Gunsten der Bildungseinrichtung.

Ursache ist ein großes dunkles Loch in der VHS-Buchhaltung. Laut Laatzens Bürgermeister Thomas Prinz ist dem Aufsichtsrat und ihm als Vorsitzenden erst seit März bekannt, dass das bereits abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Defizit statt einem Überschuss abschließen würde. Am Montag dieser Woche sei dann das Ausmaß deutlich geworden: In der Kasse der VHS klafft für 2010 ein 370.000-Euro-Loch.

Nachdem Geschäftsführer Reinhard Lange-Köppel im Mai gefeuert wurde, durchforsten Wirtschaftsprüfer seit Wochen die Bücher der VHS. Ihr Ziel: Mehr Klarheit über die Finanzen. Die neue Summe ist das vorläufige Ergebnis. Ein Defizit werde es wohl auch 2011 geben, ergänzt Prinz. Die Höhe sei noch unbekannt.

Der Zuschuss, der formal eine Kapitalerhöhung der gGmbH ist, soll dafür sorgen, dass die Geschäfte weiterlaufen können. „Wir machen das, um Arbeitsplätze zu retten“, sagt Prinz.

Unter Zugzwang stehen die beiden anderen VHS-Gesellschafter Hemmingen und Pattensen. Sie müssen jeweils 100.000 Euro beisteuern.

Johannes Dorndorf

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Foto: Leine-Volkshochschule

Die Leine-Volkshochschule wird eine weitere Finanzspritze der Städte Laatzen, Hemmingen und Pattensen benötigen. Ohne einen Zuschuss von 120.000 bis 130.000 Euro drohe noch in diesem Jahr die Insolvenz, gab Geschäftsführer Horst Quante jetzt bekannt.

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