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Kein Lagerplatz für Sachspenden

Hemmingen/Laatzen/Pattensen Kein Lagerplatz für Sachspenden

Die Spendenbereitschaft für Flüchtlinge ist groß. Dabei gibt es weder in Hemmingen noch in Laatzen und Pattensen zentrale Annahmestellen für Sachspenden. Die Städte verweisen auf andere Organisationen und Einrichtungen.

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Quelle: Daniel Junker

Hemmingen/Laatzen. „Es ist kein böser Wille, dass wir selbst keine Spenden annehmen, doch wir haben weder den Platz noch das Personal dafür“, sagt Pattensens Stadtsprecherin Renate Riedel. Dennoch gebe es immer wieder Bürger, die verärgert darauf reagieren und kein Verständnis haben. Diese Erfahrung machen auch Mitarbeiter der Stadt Laatzen. Auch dort werden aus Platzgründen zentral keine Spenden angenommen. „Es bliebe nicht dabei. Die Spenden müssten auch kontrolliert werden, damit die Bürger das Angebot nicht einfach nutzen, um ihre alten Möbel bequem zu entsorgen“, sagt Sprecher Matthias Brinkmann. Er verweist darauf, dass die Verwaltung gerade eine Übersicht erstelle, in denen die Annahmestellen in Laatzen aufgezählt werden.

Der Bedarf ist dabei unterschiedlich. In der DRK-Kleiderkammer beispielsweise wird Winterkleidung in kleineren Größen benötigt, da die meisten Flüchtlinge nicht so groß sind wie der typische Mitteleuropäer. Im Wohnheim für Flüchtlinge in Ingeln-Oesselse werden neben Winterkleidung für Kinder und Erwachsene auch Schuhe gebraucht. In Pattensens Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt sollen Besucher eine ähnlich große Auswahl haben wie in einem Warenhaus. Nach den Ferien wird zudem das Angebot der Fahrradwerkstatt wieder aufgenommen.

Die Hemminger Stadtverwaltung als Ansprechpartner für Sachspenden koordiniert diese zeitnah, sodass sie gar nicht erst gelagert werden müssen. Ansonsten können Sachspenden zum Interkulturellen Café mitgebracht werden. Das nächste Treffen ist am Sonnabend, 12. September, zwischen 15 und 17 Uhr in den Räumen von St. Johannes Bosco an der Berliner Straße?20 in Hemmingen-Westerfeld. „Benötigt werden vorwiegend Kinderkleidung und Kleidung für jüngere Menschen bis etwa 30 Jahre“, erläutert Susanne Giese, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst der Stadt. Das Café ist ein Projekt des Hemminger Netzwerkes für Flüchtlinge.

Von Tobias Lehmann und Andreas Zimmer

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