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Nach Brand: Keller bleiben für Mieter gesperrt

Alt-Laatzen Nach Brand: Keller bleiben für Mieter gesperrt

Seit anderthalb Jahren warten die Bewohner des Hochhauses an der Alten Rathausstraße 7a darauf, dass sie die bei einem Feuer zerstörten Kellerräume wieder begehen können. Im November 2014 wurde im Untergeschoss ein Feuer gelegt - freigegeben sind die Räume bis heute nicht.

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Die Kellerräume im Hochhaus an der Alten Rathausstraße 7A können auch eineinhalb Jahre nach dem Brand noch nicht genutzt werden.

Quelle: Daniel Junker

Alt-Laatzen. "Seit dem Brand können wir die Keller nicht mehr nutzen", ärgert sich Mieter Helmuth Schmidt. "Soweit ich weiß wurden die Räume zwar saniert, ich höre auch immer wieder, dass da unten jemand am werkeln ist. Leider bekommen wir aber keinerlei Auskunft."

Weil die privaten Kellerverschläge noch immer gesperrt sind, lagern einige Bewohner ihre Gegenstände nun sogar auf ihren Balkonen. Zwar stehen auf dem Grundstück auch zwei Container, in die einige Dinge nach dem Brand eingelagert wurden. "Die sind für uns aber nicht zugänglich", sagt Schmidt. Auch für die Fahrräder gebe es keine sichere Unterstellmöglichkeit - ein Problem angesichts möglicher Diebstähle. Nicht zugänglich sei auch der Gemeinschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner, den die Bewohner früher im Untergeschoss nutzen konnten.

Vanessa Sprung von der zuständigen Hausverwaltung Lehmann bestätigt, dass die Kellerräume noch nicht freigegeben sind. Zwar seien die Keller bereits saniert, die Stadt Laatzen habe bei der notwendigen Endabnahme aber den Zustand der Lüftungsschächte bemängelt. "Die Stadt hat uns mitgeteilt, dass die Schächte ummantelt werden müssen, damit bei einem Brand kein Rauch in die Wohnungen gelangen kann", teilt Sprung auf Anfrage mit.

Die Stadtverwaltung bestätigt die Angaben: "Zu Beginn des Jahres fand eine gemeinsame Besichtigung mit der Wohnungsverwaltungsgesellschaft statt", sagt Sprecherin Eleni Mourmouri. "Dabei wurden verschiedene Mängel im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes festgestellt." Genauer wollte sich Mourmouri nicht äußern.

Laut Hausverwaltung sei die ursprünglich mit der Sanierung der Kellerräume beauftragte Firma nicht in der Lage gewesen, den Brandschutz adäquat umzusetzen. "Die Firma war damit offenbar überfordert", sagt auch Gerald Kuhlmann, dessen Mutter zur Eigentümergemeinschaft im Haus gehört und dort Wohnungen vermietet. Die Hausverwaltung habe die Arbeiten an den Lüftungsschächten deshalb neu ausschreiben müssen. "Wir sind uns bewusst, dass die Mieter langsam knurrig werden, und das mit Recht", sagt Kuhlmann. "Wir ärgern uns genauso darüber, dass sich das alles verzögert." Eigentlich hätten die Arbeiten längst abgeschlossen und die Keller wieder freigegeben sein sollen.  

"Wir hoffen, dass das letzte noch ausstehende Angebot in der nächsten Woche eingeht", sagt Sprung in Hinblick auf die Ausschreibung. Danach soll möglichst schnell über die Vergabe entschieden werden. Wann mit der Umsetzung und Fertigstellung zu rechnen ist, stehe noch nicht fest.

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Von Daniel Junker

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