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Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur

Grasdorf Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur

Fünf Tage lang begeben sich acht Kinder auf die Spuren des Bibers. Im Rahmen einer Ferienpassaktion des Laatzener Naturschutzbunds (Nabu) untersuchen die Jungen und Mädchen in dieser Woche den Lebensraum der Nager. Am Mittwoch haben sie einen Bachlauf im Modell nachgebaut und per Damm aufgestaut.

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Lorenz (9), Jonas (6), Ronja (7) und Pascal (9) beobachten, wie das Wasser durch das Flussmodell läuft.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf. Auf ganz unterschiedliche Weise nähern sich die acht Kinder unter Betreuung von Nabu-Mitarbeitern dem Thema Biber an. Am Montag stand der Lebensraum des Nagetiers sowie der Auenschutz auf dem Programm. "Wir haben darüber gesprochen, warum der Biber in Europa kaum noch vorhanden war und warum er sich hier wieder ansiedelt", sagt Anika Gewiß, Leiterin des Nabu-Bibermanagents. Die betreut Projekt zusammen mit Carina Günther und Felix Langer, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, sowie dem Landschaftsarchitekturstudenten Hauke Zimmermann.

Unter anderem sei er aufgrund seines dichten Fells gejagt worden, sagt Gewiß. "Früher wurden Biber auch gegessen." Seit 2005 ist der Biber in der Region Hannover wieder heimisch. "Zwischen Hildesheim und Schwarmstedt gibt es wieder rund 120 bis 150 Tiere", sagt Gewiß. Allein im Laatzener Stadtgebiet gebe es derzeit fünf Biberreviere.

Am Dienstag untersuchte die Gruppe eine Feuchtwiese am Rodelberg, wo die Kinder Pflanzen sammelten und Tiere beobachteten. Unter anderem entdeckten die Kinder Frösche, Nacktschnecken, Marienkäfer und Grashüpfer zwischen den Grashalmen. Die Pflanzen untersuchten sie mit Becherlupen.

Am Mittwoch haben die Kinder zunächst die Leine beobachtet und die Temperatur des Wassers gemessen. "In der Mitte ist das Wasser ein Grad kälter als am Ufer", haben Lorenz (9) und Pascal (9) herausgefunden. Anschließend bauten die Jungen und Mädchen vor dem Naturschutzzentrum Alte Feuerwache ein Bachmodell aus Erde: Sie legten ein mäanderndes Flussbett an und verzierten die Landschaft mit Blättern und kleinen Häusern. Zum Schluss ließ Hauke Zimmermann Wasser in das Bachbett laufen. "An der Außenseite der Kurven fließt das Wasser schneller als an der Innenseite", sagt Gewiß. Die Wassermassen würden nach außen drängen, am äußeren Ufer entsteht ein Prallhang, während das Wasser in der Innenseite der Kurve langsamer fließt.

Zum Schluss legten die Kinder mit Zweigen und Erde einen Biberdamm im Bachmodell an - und beobachteten, wie sich das Wasser einen neuen Weg über das Land sucht. "Und warum stauen Biber das Wasser auf?", fragt Gewiß. Die Antwort kannte die Jungen und Mädchen freilich schon: "Damit der Eingang der Biberburg unter Wasser liegt und keine Feinde reinkommen", wusste Fiona (10).

Am Donnerstag geht's ins Koldinger Holz. Dort gießen die Kinder unter anderem Trittsiegel von Tieren aus Gips. Beim Abschluss am Freitag werden die Ergebnisse dann noch einmal besprochen.

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Von Daniel Junker

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