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Kinder ziehen Bilanz ihrer Ortsteilerkundung

Rethen Kinder ziehen Bilanz ihrer Ortsteilerkundung

Alles ist super, nur ein bisschen sauberer könnte es sein: Dieses Fazit ziehen hundert Kinder, die beim diesjährigen Projekt Ortsteilerkundung Rethen genauer unter die Lupe genommen haben. Neben Spielplatztests und Umfragen wurden auch die tollsten und blödesten Orte im Stadtteil gekürt.

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Frida (von links), Emma, Sophia und Zoe stellen die Ergebnisse der Ortsteilerkundung vor.

Quelle: Isabel Christian

Rethen. Dass sich viele verschiedene Meinungen schlecht in ein Schema pressen lassen, zeigte sich in der Auswertung der Aktionen, die die Kinder am Donnerstagnachmittag nach vier erlebnisreichen Tagen ihren Eltern und Bürgermeister Jürgen Köhne vorstellten. Da stand das Feuerwehrhaus weit oben auf der Liste mit den tollen Orten in Rethen, weil Feuerwehrleute schließlich "Menschen helfen und coole Fahrzeuge fahren". Doch auch auf der Liste mit den blöden Orten im Stadtteil tauchte das Feuerwehrhaus auf – "weil man da ja gar nichts machen kann". Weitgehende Einigkeit herrschte allerdings im Gesamtfazit: Eigentlich ist alles super, bloß der Müll stört.

Besonders schlimm finden die Kinder die Unordnung auf dem Bolzplatz an der Braunschweiger Straße. "Es ist matschig, und es liegt zu viel Müll herum", fasste Emma zusammen. Aber auch die stinkenden Müllcontainer am Bach Beeke und das Graffiti an der Haltestelle Bahnhof Rethen stören die Kinder sehr.

Doch abgesehen davon gefällt es ihnen in Rethen richtig gut. Besonders beliebt ist der Jugendtreff Buchte wegen seiner vielen Spielmöglichkeiten. Aber auch der Marktplatz rangiert weit oben. Das liege vor allem an der Eisdiele und an einem netten Psychologen, der immer Süßigkeiten parat habe, wie die Umfrage ergeben hat. 

Beim Spielplatztest hat der Spielplatz an der Elisabeth-Seibert-Straße die jungen Ortsteilforscher voll überzeugt. "Er hat ein tolles Klettergerüst und die Rutsche ist super", erklärte Zoe die Wahl. Außerdem bekam er auch für die Sauberkeit die Schulnote 1 verliehen. Wobei die Kinder dennoch Ideen hätten, wie der Platz noch aufgehübscht werden könnte. 

Allerdings liegen Gut und Schlecht nah beieinander. Denn Schlusslicht beim Test wurde ausgerechnet der etwa zwei Gehminuten entfernte Spielplatz an der Frida-Nadig-Straße. Kaum Geräte und recht trostlos, urteilen die Kinder. Dabei gebe es Potenzial, zum Beispiel mit dem Bau einer Seilbahn.

Diese Idee fand auch bei Bürgermeister Köhne Anklang. "Die habe ich als Kind auch immer sehr gemocht", verriet er. Er versprach, dass die Stadt sich die Untersuchungsergebnisse genau ansehen und prüfen werde, welche Ideen sich umsetzen lassen.

Von Isabel Christian

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