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Gerüst steht: Turmsanierung bei St. Marien beginnt

Grasdorf Gerüst steht: Turmsanierung bei St. Marien beginnt

Jetzt geht's los: Fast fünf Jahre nachdem erste Risse im Kirchturm von St. Marien entdeckt worden sind, wird das Bauwerk grundlegend saniert. Das Gerüst steht, in dieser Woche sollen nun die Arbeiten beginnen. Mehrere Monate sind dafür angesetzt. Für Mittwoch, 22. März, ist etwas besonderes geplant.

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Das Gerüst am Kirchturm von St. Marien steht. Die dort bisher aufgestellten Grabplatten (Epitaphien) wurden in die Nähe des Seiteneingangs gerückt, der während der Sanierungsarbeiten in den nächsten Monaten der Haupteingang zur Grasdorfer Kirche sein wird.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf. An dem Vormittag – geplant ist ab 10 Uhr – sollen das gleichfalls mit zu sanierende Kreuz und der Wetterhahn vom Kirchturm heruntergeholt und die dazugehörige Kugel vor Ort geöffnet werden. Darin werden Dokumente und andere Beigaben erwartet, die im Zuge der Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg in die Kugel gelegt wurden und auf die Kirchturmspitze kamen. "Wir laden alle ein, die gucken wollen, vorbeizukommen", betonte Pastor Burkhard Straeck. Mehrere Gemeindevertreter hätten ihr Kommen bereits angekündigt, darunter auch einige Konfirmanden.

Gemeinde sammelt 10.000 Euro

Die Aufarbeitung des Kreuzes zahlt die Gemeinde selbst mit den Einnahmen aus dem zu diesem Zweck seit Herbst gesammelten freiwilligen Kirchgeld. Rund 10.000 Euro sind dabei zusammengekommen. "Das ist richtig stark", betont Straeck. Die Gelegenheit sei jetzt günstig, weil das teure Gerüst für die Turmsanierung eh da sei. Fast zwei Wochen lang dauerte dessen Aufbau an drei Turmseiten. 

Diese Woche nun ist nach Auskunft von Jürgen Steindorf vom Amt für Bau und Kunstpflege Hannover die erste Begehung geplant. Mit einem Statiker und einem Maurer will er sich die meterlangen Risse am Kirchturm und mögliche weitere Schäden aus nächster Nähe ansehen. "Erst danach kann man genau sagen, was genau gemacht wird", so Steindorf. Bauunternehmungen und Statiker seien dabei, ein genaues Konzept zu erstellen – speziell wegen der Risse in dem 15 Meter hohen Turm. Außerdem sollen die Fugen erneuert und einzelne Steine im Mauerwerk gerichtet werden.

Arbeiten dauern mehrere Monate

Für die Sanierung hat die Landeskirche rund 120.000 Euro eingestellt, doch die Maßnahme könnte auch noch teurer werden. "Bei Altbauten ist man vor Überraschungen nie gefeit und jedes Bauwerk ist individuell", gibt Steindorf zu bedenken. "Alles weitere wird der Baufortschritt zeigen. Die Arbeiten dauern mehrere Monate und vermutlich mindestens bis Mitte Juni. Einen festen Endtermin gebe es nicht, so Steindorf. Da das Gerüst aber für jede zusätzliche Woche Geld koste, sollte es aber keinesfalls länger stehen als nötig.

Der Haupteingang am Turm bleibt während der Bauarbeiten gesperrt. Ansonsten gebe es laut Pastor Straeck keinerlei Auswirkungen auf Gottesdienste, Trauungen und andere Veranstaltungen. Besucher erreichen und verlassen die Kirche durch den Seiteneingang.

Ursprünglich sollte der Kirchturm von St. Marien bereits 2014 saniert werden. Weil nach der Entdeckung der Rissen am Grasdorfer Turm aber noch schwerwiegendere Schäden am Kirchturm von St. Petri in Rethen festgestellt wurden – dort fielen wegen rostiger Nägel bereits Schindel vom Dach – musste die Maßnahme das erste Mal verschoben werden. 2015 dann wurden die Arbeiten am Grasdorfer Gotteshaus ein weiteres Mal zurückgestellt, weil Risse im Mauerwerk und Feuchtigkeitsschäden an der Immanuelkirche in Alt-Laatzen entdeckt wurden, die zeitnah beseitigt werden mussten.

Von Astrid Köhler

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