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Kita-Platz bleibt trotz Warteliste wochenlang vakant

Laatzen Kita-Platz bleibt trotz Warteliste wochenlang vakant

Hortplätze sind in Laatzen derzeit Mangelware: Die Stadt musste in diesem Schuljahr wieder mehreren Familien Absagen erteilen. Jetzt stellt sich heraus, dass in Alt-Laatzen ein Platz seit Schuljahresbeginn vakant ist, obwohl es Bewerber gibt. Die Stadt begründet dies mit einem Personalengpass.

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Die Kita an der Masch hat aktuell einen Hortplatz zu vergeben – aber dies zieht sich hin.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Auf einen Hortplatz in der Kita An der Masch warten derzeit mehrere Eltern. Die Zahl der Bewerber übersteigt die Zahl der Plätze in diesem Jahr deutlich, so dass selbst Grundschüler, bei denen beide Eltern arbeiten müssen, diesmal keinen Platz erhalten haben. Dabei ist einer der Plätze bereits seit Wochen vakant. "Wir sind jetzt schon mehrmals vom Elternbeirat und von Erziehern angesprochen worden, dass seit Beginn des Schuljahrs ein Platz unbesetzt ist", sagt ein Familienvater, dessen Kind auf der Warteliste steht. "Aber der Platz wird einfach nicht vergeben." Die Eltern der Kita fragen sich nun, ob dies ein Einzelfall ist oder solche Vakanzen häufiger - und auch in anderen Einrichtungen - vorkommen.

Die für die Vergabe zuständige Stadtverwaltung bestätigt auf Anfrage, dass ein Platz seit 18. August tatsächlich unbesetzt sei. "Zurzeit werden die Anspruchsvoraussetzungen der Bewerber geprüft", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. In der Regel geschehe dies zügig - aber wegen einer Stellenvakanz habe sich die Vergabe in diesem Fall verzögert. "Es sind auch Fristen einzuhalten, in denen die Eltern die Plätze bestätigen und die Anspruchsvoraussetzungen nachweisen müssen", sagt Brinkmann. Die Vergabe des Alt-Laatzener Platzes sei nun für den 1. Oktober geplant.

Manchmal hält die Stadt allerdings auch Plätze absichtlich vakant: "Wenn nur ein Platz frei ist und auf der Warteliste niemand ist, der die Kriterien erfüllt, kann es sein, dass der Platz auch frei bleibt", ergänzt der Stadtsprecher. Der Grund: Auf diese Weise sollen die den Zuschlag bekommen, die den Platz wirklich brauchen – zum Beispiel wenn jemand nach Laatzen zieht oder wenn sich Lebensumstände von Eltern ändern.

Gang und Gäbe ist diese Praxis vor allem im Kindergarten- und Krippenbereich, wo Plätze auch unterjährig vergeben werden und Familien einen Rechtsanspruch haben. Dort gebe es aus diesem Grund immer freie Plätze, heißt es im Rathaus.

Die Auslastung ist trotz dieser Vakanzen relativ hoch: Bei den Hortplätzen lag die Auslastung in den letzten zwei Jahren nach Verwaltungsangaben zwischen 93 und 97 Prozent. Im Krippenbereich waren es am 1. Oktober 2016 stadtweit 91 Prozent, in Kindergärten 95 Prozent.

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